An dieser Stelle zwei Tipps

Erstens wie man bei Betfair den Mindesteinsatz von 4,- Euro umgeht, sollte es nötig sein einen geringeren Betrag zu setzen um auf das gewünschte Resultat zu kommen. Wenn Sie z.B. noch 0,95 Euro bei Quote 25 (Back) setzen müssten um das Gewinn/Verlust-Verhältnis völlig ausgeglichen darzustellen, so können Sie nicht direkt 0,95 als Betrag eingeben sondern müssen schrittweise vorgehen:

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• Wählen Sie nun zuerst eine Quote die sicher nicht angenommen wird (als höchster Wert 1000 Back), geben Sie den geringstmöglichen Betrag (4,-) ein und senden diese Wette ab.

• Anschließend erhöhen Sie den nun als offen aufscheinenden Betrag von 4,- auf 4,95 und senden die neue Wette ab. Nun werden zwei getrennte Wetten – einmal 4,- und einmal 0,95
– als offen aufscheinen, beide zur geforderten Quote 1000. Nun verändern Sie den Wert der 0,95 Euro auf die tatsächlich gewünschte Quote 25 und stornieren gleichzeitig die zweite Wette um 4,-. Nach Absenden der Wette wird nun nur der Betrag von 0,95 gesetzt.

• Umgekehrt müssen Sie bei einer Lay-Wette zuerst die niedrigst mögliche Quote – also 1,01 – eingeben um anschließend (sinngemäß wie zuvor) den Teilbetrag auf die tatsächlich gewünschte Quote anheben und den 4,- Betrag stornieren.

Zweitens ist mir bei den schnellen Tenniswetten bei Betfair ein Bug aufgefallen, der sich sehr unangenehm auswirken kann:

Platziert man in schneller Abfolge Back- & Lay-Wetten oder aktualisiert man den Markt passiert es immer wieder, dass eine Wette in dem Moment angenommen, wird in der man soeben eine andere Operation im selben Markt ausführt (z.B. neue Wette platziert oder Wert ändert). Dann kommt es häufig vor, dass von einer soeben angenommenen Wette ein fiktiver Restbetrag von 0,- Euro als offene Wette bestehen bleibt. Das ist zwar nicht schlimm, denn neue Wetten können weiterhin platziert werden und die offenen Wetten werden auch angenommen, wenn es der Quotenverlauf zulässt. Allerdings lässt sich dieser 0,- Euro Rest nicht stornieren und es lassen sich auch die Werte (Quote, Einsatz) aller anderen noch offenen Wetten anschließend nicht mehr verändern. Selbst die Funktion „alles stornieren“ kann nicht mehr ausgeführt werden, solange diese „Geisterwette“ mit 0,- offen aufscheint. Hat man noch eine ganze Liste offener Wetten, die abgearbeitet werden soll und die man in Quote und Einsatzhöhe dem Wettverlauf anpassen möchte, ist das ein echtes Problem. Um weiter alle Wett-Operationen ausführen zu können muss man die 0,- Wetten entfernen, indem man über den Menüpunkt „Mein Konto“ die offenen Wetten (Menüpunkt „Aktuelle Wetten“) aufruft und dort diese 0,- Wette(n) entfernt – dazu markiert man die entsprechende Wette und entfernt diese aus der Liste der offenen Wetten.

Hier ist so ein Bug zu sehen:

Obwohl die Lay-Wette zur Quote 1,49 schon angenommen wurde scheint noch ein O-Euro Rest als offen auf. (Das geschah zeitgleich mit der Placierung einer neuen Back-Wette zur Quote 1,57.) Dieser Rest lässt sich nun nicht mehr stornieren und auch die anderen noch offenen Wetten können nicht mehr verändert werden.

Um diese „Geisterwette44 loszuwerden muss man sie in seinem Konto unter „Offene Wetten44 stornieren:

Einfach das Feld „Stornieren“ der entsprechenden Wette anhaken und mit „Abschicken“ aus der Liste löschen. Problem behoben.

Zurück zum Thema. Die Back/Lay Livewetten-Strategie lässt sich natürlich auch bei anderen Sportarten mit häufig wechselnden Spielsituationen (wie z.B. Basketball, Handball, etc.) anwenden.

Welche Sportarten, Spiele und Wetttypen man auswählt wird nicht zuletzt davon abhängen in welchem Sport man sich selbst etwas sicherer fühlt und welche Spiele man live (Fernsehen, WebStream oder zumindest per LiveTicker) verfolgen kann. Völlige Blindflüge (ohne überhaupt auf den Spielstand zu achten) sind zwar möglich aber doch recht riskant.

Man muss die Regeln der jeweiligen Sportart zwar nicht in allen Einzelheiten kennen, ein paar Grundkenntnisse sollte man aber doch mitbringen. Zumindest sollte man wissen ob ein Tennisspiel auf zwei oder drei gewonnene Sätze (abhängig vom Tournament, ob Damen oder Herren) gespielt wird, ob es in der Sportart 2 Hälften (wie beim Fußball), 3 Drittel (Eishockey), 4 Viertel (Basketball) gibt und wie lange diese Spielabschnitte jeweils dauern. Z.B. dauert eine Hälfte im Hallenfußball nur 15 Min. Bei den Unterlö- oder über 35-jährigen, im Behinderten- oder Frauenfußball können die Spielzeiten entsprechend modifiziert, z.B. auf 2 x 40 Min. verkürzt werden. Wesentlich ist auch ob Spielunterbrechungen / TimeOuts direkt bei der Spielzeit exakt berücksichtigt werden (z.B. Eishockey), wie beim Fußball in Form einer Nachspielzeit pauschal angehängt werden, oder ein Spiel gar abgebrochen und später beendet werden kann (so wie ein Tennismatch bei Regen oder ein Cricketspiel, das gleich einmal fünf Tage dauern kann und immer wenn es finster wird oder regnet – was in Asien häufig vorkommt – am folgenden Tag fortgesetzt wird). Das ist deshalb wichtig um zu wissen wie viel Zeit noch bleibt und ob sich am Endresultat noch etwas Gravierendes verändern kann (oder eher nicht).

Man sollte auch um die Bedeutung des jeweils angezeigten Spielstandes und die Art der Punktevergabe wissen. So bedeutet ein Spielstand von 3:0 beim Fußball etwas gänzlich anderes als ein 89:86 im Basketball oder 40:30 im Tennis. Während ein 3-Tore Rückstand im Fußball in der letzten Minute praktisch unmöglich noch aufzuholen ist kann im Basketball ein einziger Spielzug bis zu 4 Punkte einbringen (und sich damit eine 89:86 Führung in eine 89:90 Niederlage umkehren)…. und Cricket ist sowieso eine Geheimwissenschaft – da bedeutet selbst ein angezeigter Spielstand von 304:0 oft gar nichts.

Die Regeln der einzelnen Sportarten findet man bei Wikipedia (www.wikipedia.com)
– am einfach nach der gesuchten Sportart mit dem Zusatz „wikipedia“ (also z.B. Cricket wikipedia) zu googeln.

Ein wichtiges Requisit besonders bei dieser Wettart ist – wie so oft – die eigene Erfahrung die man vor allem durch ständige Beobachtung von Quotenentwicklungen während der Spiele gewinnt.

Nicht alle möglichen Veränderungen der Quoten kann man hier wiedergeben, manche sind auch gar nicht durch Logik zu erklären. Auf Wettbörsen sind es ja die User selbst, welche die Quoten bestimmen. Hier handeln nicht alle Zocker nach logischen Gesichtspunkten bzw. nach Kriterien die den Anderen nicht bekannt sind. Zum Beispiel wenn ein Teilnehmer die Nerven verliert und eine Wette um jeden Preis, selbst zu einer sehr schlechten Quote absichern muss, oder sich schlicht und einfach bei der Eingabe irrt, ist das für die anderen Wettteilnehmer unter Umständen nicht nachvollziehbar. Diese Situationen können für die routinierteren Wetter, die lange Erfahrungswerte haben, durchaus von Vorteil sein.

Generell ist die Tendenz zu beobachten, dass die Quote für den als Favorit gesetzten Spieler (Team) immer schneller schwankt als die für den Underdog (dort sind allerdings dann die Quotensprünge meist höher). Auf einen Punktgewinn des Favoriten reagiert der Markt schneller und mit stärker fallenden Quoten als auf einen Punktgewinn des Außenseiters.

Selbst wenn der Favorit bereits sichtlich im Nachteil ist steigen die Quoten nicht so schnell wie man es eigentlich erwarten könnte. Dafür dürfte das psychologische Element „es kann nicht sein was nicht sein darf“ eine wichtige Rolle spielen.

Ist hingegen der von Anfang an als Underdog gehandelte Spieler bereits geringfügig im Hintertreffen so steigen diese Quoten unverhältnismäßig steil nach oben (nach dem Motto ,,eh’ klar – der schafft das nie und nimmer“). Favoriten traut man eher zu ein Spiel in den letzten Zügen doch noch zu drehen (was natürlich auch häufig den Tatsachen entspricht), die Quoten spiegeln aber meist ein viel zu optimistisches Bild wieder.

Vice-versa drücken die Quoten auf einen in Führung liegenden Außenseiter meist extreme Skepsis aus – hier ist man häufig viel pessimistischer als es der Spielstand eigentlich erwarten ließe. Es ist also oft gar nicht so entscheidend was wirklich am Spielfeld geschieht, sondern was die anderen Wetter GLAUBEN, dass passiert (oder noch passieren wird).

Mit minimalen Einsätzen (kaum mehr als 250,- Startkapital nötig) kann man durch die beschriebene Methode sein Geld in wenigen Tagen nahezu verdoppeln:

Mit etwas Übung bringt man es bei höheren Einsätzen schon einmal auf Tagesgewinne an der 1000,- Euro grenze, muss jedoch fallweise mit höheren verlusten rechnen.

Wie das im Detail funktioniert zeigt nachfolgende Dokumentation eines einzelnen Spieles. Ein typisches Beispiel für den Quoten- / Wettverlauf auf der Wettbörse Betfair im Laufe eines Tennis-InPlay Spiels: Groenefeld – Razzano, Antwerpen 13.2.2007. Diese Musterwette zeigt das Agieren mit einem sehr kleinen Kapitaleinsatz (Risiko max. 20,-)

Das Match hat vor Kurzem begonnen, es wurden in mehreren Schritten (jeweils zwischen 5,- und 20,- Euro Back/Lay) insges. 100,- eingesetzt und bereits ein Gewinn von 5,41 oder 3,80 – abhängig vom Ausgang – erzielt…

… und das Spiel geht weiter, Grönefeld scheint den ersten Satz zu verlieren …

Hier sind die einzelnen Einsätze aufgeschlüsselt – den letzten Back-Wetten zu Q 2,78 stehen die entsprechenden Lay-Wetten zu Q 2,64 und 2,62 gegenüber – dabei wurde der mögliche Gewinn bei Razzano entsprechend nach oben korrigiert.

So stellt sich die Quotenentwicklung für Grönefeld (die den ersten Satz verloren hat) dar:

Razzano hat den ersten Aufschlag im 2. Satz – sie wird vermutlich die ersten Punkte machen. In dieser Situation riskieren wir nochmals einen geringen Einsatz auf Groenefeld- 5,- Euro zu Quote 5,2 wurde angenommen. Leider steigt die Quote jetzt aber…

und wir haben für die zuvor eingesetzten 5,- noch die entsprechende Lay-Wette (wir versuchen 6,- um 4,20 zu verkaufen) offen.

Sicherheitshalber haben wir inzwischen die Gegenwette um Q 5,00:abgeschlossen:

… und jetzt setzen wir lieber auf Razzano – 5.- um 1,29 Back gegen 5,50 um 1,25 Lay:



Etwas Risiko kann hier nicht schaden – 5,- auf Grönefeld erscheinen vertretbar. Noch wurde die Wette (geforderte Quote 6,20) nicht angenommen.

Nun wurde die Back-Wette auf Grönefeld zu Q 6,20 angenommen – damit ist der mögliche Gewinn von Razzano weitgehend aufgebraucht und die Lay-Wette ist noch offen.

Leider versagt Grönefeld beim eigenen Aufschlag – Pech, denn jetzt steigt die Grönefeld-Quote unaufhaltsam.

Es wäre höchste Zeit eine Gegenwette auf Razzano zu platzieren, wenn die Quote nochmals einen halbwegs annehmbaren Wert (zumind. 1,05) erreicht. Allerdings sieht es nicht so

aus, als wenn dieser Fall noch eintreten würde. Grönefeld stinkt ab! Sie hat so gut wie keine Chancen, die Quote für Razzano pendelt zwischen 1,00 – 1,01.



Jetzt müsste mehr als nur ein Wunder geschehen, wenn sich an der Situation noch etwas ändern sollte. Es wird wohl beim kleinen Gewinn von 1,88 € bleiben. Die letzten 4,- auf Grönefeld waren zuviel des Guten – diese 4,- sind weg.
Grönefeld waren zuviel des Guten Gottseidank sind wir auch beim jetzt so gut wie sicheren Gewinn von Razzano noch im Grünen Bereich. Es wäre zwar schöner wenn Grönefeld gewonnen hätte, aber was soll’s…

Ein letzter Blick auf die Quotenentwicklung von Grönefeld

Game Over!

ACHTUNG ! Die Wetten bei Betfair werden nicht moderiert und es wird daher auch kein Spielstand angezeigt. Man ist also auf die LiveTicker der offiziellen Veranstalter-Websites oder anderer Wettanbieter angewiesen, soferne man das Spiel nicht selber im TV sehen kann.

Für diese Musterwette wurden bewußt nur sehr kleine Einsätze gespielt, da mehr Augenmerk auf die Erstellung von Screenshots und Dokumentation der einzelnen Vorgänge gerichtet wurde als auf das Spiel selbst.

Bei absoluter Konzentration auf das Spiel verbunden mit höheren Einsätzen wäre das Ergebnis entsprechend besser ausgefallen. Bei etwas Routine kann man auch mehrere solche: Spiele parallel abwickeln.

Bei der Marktübersicht (letzte Quotenentwicklung Razzano) kann man übrigens den zuvor angesprochenen 0,- Geisterwetten-Bug sehr schön sehen. Auf der Übersicht scheinen ein Dutzend Wetten mit jeweils 0,- Euro zu den unterschiedlichsten Quoten auf. Diese Wetten wurden offensichtlich schon längst abgeschlossen, die Restbetragsfragmente scheinen aber noch immer als offen auf.


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