Back/Lay Arbitrage (SureBets)

Eine besondere Methode SureBets abzuschließen ist es Back und Lay Wetten zu platzieren.

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Eine Back-Wette ist (wie bereits eingangs erwähnt), wenn man darauf wettet, dass ein Ereignis eintrifft (also z.B. Sieg von Team A). Es entspricht den üblichen Wetten, die Sie bei Buchmachern abschließen.

Eine Lay-Wette ist die Wette darauf abzuschließen dass ein Ereignis NICHT eintreffen wird (also z.B. Team A gewinnt NICHT – das kann beispielsweise Sieg von Team B oder ein Unentschieden sein). Es ist das, was der Buchmacher Ihnen anbietet. Lay-Wetten kann man nicht bei einem Buchmacher abschließen (das ist deren Business), sondern nur auf Wettbörsen. Dort übernehmen dann Sie den Platz des Buchmachers und bieten eine Quote zum Kauf an.

Eine Back-/Lay Arbitrage entsteht immer dann, wenn die Back-Quote höher als die Lay- Quote ist. Bei solch einer Konstellation gewinnen Sie bei der Back-Wette mehr als sie für die gegengleiche Lay-Wette zahlen müssten.

Ein Beispiel (Spiel Japan-Schottland am 13.5.’06):
• Die Back-Quote für den Sieg von Schottland betrug bei Betandwin 4,00.
• Zur selben Zeit war bei Betfair die Lay-Quote für Schottland 3,65.
• 100,- auf den Sieg von Schottland bringt also 400,- (Nettogewinn sind 300,-).
• 111,- zu 3,65 darauf dass Schottland nicht gewinnt bringen 405,15.
• Der mögliche Verlust dabei beträgt 294,15 (d.h. der Nettogewinn ist 111,-).
• Hätte Schottland gewonnen würde der Netto-Gewinn bei Betandwin also 300,- betragen, der Verlust bei Betfair wäre 294,15 und damit hätte man 5,85 Profit erzielt.
• Das Match ging unentschieden aus und so wurde die Lay-Wette bei Betfair gewonnen. Dort betrug der Gewinn 111,- – abzüglich der bei Betandwin verlorenen 100,-
auf Schottland ist der Brutto-Gewinn also 11,-.

Da auf Wettbörsen eine Provision anfällt muss man dort immer etwas mehr einsetzen. In diesem konkreten Fall wäre die Commission rd. 5,50, die man beim Einsatz berücksichtigen muss.

Nicht direkt abgeschlossene Lay-Wetten werden auf der Back-Seite zum Kauf angeboten. Wenn z.B. nur 100,- € zur gewünschten Lay-Quote (beispielsweise 1,50) sofort verfügbar sind, sie aber 120,- € einsetzen wollen werden die 100,- € sofort abgeschlossen und die verbleibenden 20,- € werden auf der Back-Seite zum Kauf angeboten.

Diese Methode ist im Prinzip das selbe als wenn Sie auf alle möglichen Ausgänge wetten würden, kann aber im Einzelfall einen höheren Profit einbringen und hat den Vorteil, dass Sie immer nur zwei Wetten abschließen müssen. Allerdings sind diese Arbitragen viel schwerer aufzuspüren, da es kaum eine Website oder Software gibt, die Quoten nach dieser Methode scannt.

Ein anderer Nachteil ist, dass die korrekte Errechnung der nötigen Einsätze etwas komplizierter ist. Generell muss der Einsatz (des Haltenden) der Lay-Wette immer höher sein als der Einsatz auf die Back-Wette. Der Einsatz des Haltenden auf der Lay-Seite entspricht immer dem (Brutto-)Gewinn dieser Wette. Der mögliche Verlust auf der Back-Seite ist immer genau der Einsatz – also: 100,- Einsatz auf eine Back-Wette ist möglicherweise 100,- Verlust. Steht dem auf der Lay-Seite ein Halter-Einsatz von 110,- gegenüber, so wäre der Bruttogewinn 10, -. Der „Einsatz (des Haltenden)“ bei einer Lay-Wette entspricht immer der Summe, die der Back-Wetter als Risiko einsetzt, aber nicht dem möglichen Verlust desjenigen, der diese Wette anbietet. Bietet man als Lay-Wetter 100,- Euro zur Quote von 1,10 an, so beträgt der mögliche Verlust lediglich 10,- Euro, bietet man hingegen 100,- zur Quote 10,00 an, so beträgt das Verlustrisiko des Layers 900,- Euro. Der jeweilige Verlust des Layers entspricht immer dem möglichen Netto-Gewinn des Bäckers – bei Quote 1,10 gewinnt der Bäcker 10,- bei 100,- Einsatz, bei Quote 10,00 gewinnt der Bäcker bei einem Einsatz von 100,- netto 900,- Euro. Der Layer kann immer den gesamten Einsatz des Bäckers gewinnen.

Meist ist bei einer herkömmlichen SureBet auch auf einen Ausgang eine Back/Lay-Arbitrage möglich, die profitabler als die klassische SureBet sein kann.

Nehmen wir wieder das bereits vorher gezeigte Beispiel (Finn. Eishockey; Kärpät – Blues) her. Dieses Match wurde ja als Arbitragewette ausgewiesen, allerdings erwies sich die Quote von 2,10 auf Kärpät als falsch. Diese falsche Quote führt auch dazu, dass die Software auch eine Back/Lay Arbitrage mit 4,7% Profit bei diesem Spiel ausweist. Dabei wurde bei diesem Suchergebnis gar nicht die tatsächlich beste Lay-Quote (bei Betfair wäre das 1,83 gewesen) als Berechnungsgrundlage herangezogen, sondern eine weitaus schlechtere Quote von 1,92. Die Quote von 1,83 würde sogar einen Bruttogewinn von fast 7,4% ergeben.

Die zweitbeste (bzw. die beste richtige) Quote wäre 1,85, die bei Bet24 zu haben ist. Bei Betfair beträgt die aktuelle Lay-Quote 1,83 und die Back-Quote 1,82 (um diese Quote sollte man wohl auch die Gegenwette verkaufen können).

Doch auch 1,82 ist noch nicht niedrig genug um einen Profit zu erzielen, wie der Back/ Lay-Kalkulator zeigt. Bei diesem Event würde sich eher noch eine B/L-Wette auf das Unentschieden anbieten, allerdings steht sich der mögliche Gewinn nicht dafür das Risiko einzugehen, dass die 4,30-Quote auf das Unentschieden auch wirklich angenommen wird.

Dieses Beispiel zeigt, dass man den Angaben von Quotenvergleichs-Seiten keinesfalls blind vertrauen darf, sondern immer die Angaben genau überprüfen muss, ehe man mit der Platzierung seiner Wetten beginnt.

Back/Lay-Wetten können natürlich auch NUR bei einer Wettbörse abgeschlossen werden. Damit kann nicht nur der Einsatz, sondern auch die Provisionshöhe (an die Börse, die ja vom Nettogewinn abhängig ist) entsprechend reduziert werden.

Erfahrungsgemäß entwickeln sich die Quoten (Fußball) so: Zu Beginn – sobald die Wette erstmals angeboten wird (einige Tage vor dem Spiel) – schwanken die Quoten recht stark ehe sie sich auf einen gewissen Wert stabilisieren. Zu dem Zeitpunkt kann man (mit etwas Übung und Erfahrung) an diesen Schwankungen schon ganz gut verdienen. Aber Vorsicht! Nicht zu viel riskieren, denn man kann auch einmal auf’s falsche Pferd setzen.

Einige Stunden vor dem Spiel steigen die Quoten auf den Favoriten meist nochmals etwas an um dann knapp vor Anpfiff wieder zu fallen – das gilt insbesd. bei Heimspielen der Favoriten. Z.B. würde sich die Quote auf einen Favoriten die in den Tagen vor dem Spiel um die 1,30 lag ein, zwei Stunden vor dem Spiel nochmals auf 1,32 bis 1,34 erhöhen um dann in den letzten Minuten vor Spielbeginn auf 1,25 bis 1,28 abzusacken. Also wäre die korrekte Strategie bei 1,34 Back zu kaufen um dann 5 Min. vor Anpfiff die Lay-Gegenwette (vermutlich zu einer Quote von 1,27) zu platzieren.

Umgekehrt entwickeln sich die meisten Underdog-Quoten (besonders bei deren Auswärtsspielen): Einige Stunden vor dem Spiel mögen die Quote z.B. zwischen 5,60 und 5,80 betragen, knapp vor dem Spiel werden diese Quote dann auf 6,20 bis 6,60 steigen. Hier müsste man also zuerst die Lay-Wette (zu 5,60 beispielsweise) abschließen, um knapp vor Anpfiff die Gegenwette – Back zu 6,40 oder 6,60 – zu setzen.

Ebenso schwanken auch die Unentschieden-Quoten – z.B. zwischen 3,25 und 3,40.

Eine recht sichere Methode dabei ist die beiden unmittelbar nebeneinander liegenden Back- und Lay-Wetten zu belegen: also beispielsweise Back bei Quote 6,00 und Lay zu Quote 5,80. Hier kann man davon ausgehen, dass diese Wetten auch angenommen werden. Dabei muss man natürlich das Umsatzvolumen des jeweiligen Marktes im Auge behalten und nur solche Summen setzen, die auch realistisch umgesetzt werden können.

Diese Strategie funktioniert natürlich auch bei InPlay / Livewetten, dazu bedarf es aber einiger Erfahrung und laufende Spielbeobachtung (wie bereits zuvor bei den „einfachen“ SureBets beschrieben).

Die sicherste Methode ist hier ebenfalls die Wette auf / gegen Unentschieden: Je länger ein (Fußball-)Spiel torlos bleibt um so weiter sinkt die Quote. Betrug die X-Quote vor dem Spiel (bei annähernd gleich starken Teams) z.B. 3,25 – 3,30 so wird sie nach 20 bis 25 Minuten ohne Tor vermutlich auf ca. 3,00 (oder tiefer) gesunken sein. Jetzt wäre der Moment in dem man seine Lay-Wette anbieten sollte. Fällt nun ein Tor würde die Quote für Unentschieden sprunghaft auf einen Wert zwischen 3,50 und 4,00 ansteigen und man kann seine Wette sofort nachdem der Markt wieder geöffnet wurde mit Profit absichern.

Noch besser sieht es aus wenn das Spiel länger torlos bleibt, allerdings wird es dann auch immer riskanter. Steht das Match zur Halbzeit noch immer 0:0 wird man seine Lay-Wette schon zu Quoten um die 2,20 platzieren können und nach Beginn der zweiten Halbzeit sinkt die X-Quote weiter rapide ab. In der 60. Min. kann man möglicherweise schon zu 1,90 oder weniger abschließen. Und ein anschließendes Tor treibt die Back-Quote sofort auf Werte jenseits der 5,00 – ein Szenario für hartgesottene Adrenalin-Junkies, die sich dann aber auch über besonders saftige Gewinne freuen können.

… und nicht vergessen: ein hoher Prozentsatz aller Tore fällt in den letzten Minuten vor dem Ende einer Halbzeit!

Die Tatsache, dass wohl in über 90% aller Fußballspiele zumindest ein Tor fällt, aber nur ein kleiner Prozentsatz von unter 20% innerhalb der ersten 10 Minuten eines Spieles erzielt werden, kann man sich auf verschiedene Arten zu Nutzen machen:


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