Beispiel einer 3-Weg-Wette (z.B. Fußball)

Auf ähnliche Art kann man auch bei 3-Weg-Wetten / bei Live-Wetten (während des Spiels) Profit erzielen. Die Quoten ändern sich natürlich auch bei Fußballspielen dem Spielverlauf entsprechend und somit können dabei immer wieder Arbitragen entstehen. Als beste Methode sei das spätere Absichern eines Unentschieden erwähnt. Es funktioniert so:

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Sie platzieren zuerst die zwei Wetten auf die beiden Mannschaften. Das kann sowohl bereits vor dem Spiel oder in der Anfangsphase des Spiels, solange noch kein Tor gefallen ist erfolgen. Erst nachdem ein Tor gefallen ist wetten Sie (nun zu einer besseren Quote als zuvor) auf das Unentschieden.

Als Beispiel: Vor dem Spiel betragen die Quoten 3,25 auf Team 1, 3,00 auf Unentschieden und 2,70 auf Team 2. Diese Quoten werden sich im Lauf des Spiels in der Art verändern, dass die Quoten auf beide Mannschaften sukzessive steigen während die Quote auf das Unentschieden fällt. Falls der Spielstand nach einer halben Stunde immer noch 0:0 ist mögen die Quoten in etwa so aussehen: 3,60 – 2,30 – 3,30 oder 3,40 – 2,25 – 3,50. Das hängt davon ab welche Mannschaft sich während des Matches als stärker erweist. Gelingt nun – nach vielleicht 40 Minuten Team 2 ein Tor werden sich die Quoten schlagartig ändern und in etwa so aussehen: 6,00 – 3,85 – 1,65. Nun können Sie das Unentschieden bereits mit Gewinn absichern und würden bei unserem Beispiel ca. 6% bis 16% verdienen (wenn Sie vor dem Spiel auf die beiden Mannschaften gewettet haben wären es 3,25 – 3,85 – 2,70 = 6% Profit; haben Sie erst im Lauf des Spieles nach rd. 30 Min. die Wetten placiert sähe die Rechnung so aus 3,60 – 3,85 – 3,30 = 16% Gewinn). Im weiteren Spielverlauf werden – nach dem Führungstor des Favoriten – die Quoten auf Unentschieden und das Team im Rückstand weiter steigen und wenn Sie die Nerven haben noch zuzuwarten können Sie auch noch eine bessere Quote für das Unentschieden bekommen.

Aber Vorsicht! Es könnte jederzeit ein Gegentor fallen und dann würde die Quote für das Unentschieden sofort wieder auf 2,25 oder darunter sinken!

Je später das erste Tor fällt um so höher ist danach die Quote auf das X (es bleibt ja weniger Zeit für ein Gegentor). Fällt das Tor erst in den letzten Minuten vor Spielende kann die Quote für das X bereits über 5 betragen und der Gewinn fällt entsprechend hoch aus. Sobald ein Tor fällt oder ein Team eine Rote Karte bekommt (d.h. danach mit einem Spieler weniger das Match beenden muss) werden auf den (moderierten) Börsen alle Wetten geschlossen, die offenen Wetten storniert und danach wird der Markt für neue Einsätze wieder geöffnet. Sie müssen also nach einem Tor oder dem Ausschluss eines Spielers Ihre Wetten immer wieder neu eingeben.

Ein konkretes Beispiel war das Spiel Manchester Utd. – Arsenal am 9. April ’06:
Nach einer torlosen ersten Halbzeit standen die Quoten 2,40 für ManU und 5,60 auf Arsenal. Nach dem 1:0 in der 55. Minute stieg die Quote für Unentschieden auf 5,50. Damit betrug der Gewinn 28% bzw. 50,- (Einsätze 100,- zu 2,40 auf ManU und 43,- zu Quote 5,60 vor dem ersten Tor. Zur Absicherung wurden 44,- zu Quote 5,50 nach dem 1:0 auf das X gesetzt).

Diese Strategie birgt natürlich auch gewisse Gefahren!

So kann es passieren, dass das Match 0:0 ausgeht (das passiert bei rd. 7% aller Fußballspiele) und damit die Quote auf das X kontinuierlich sinkt bis sie bei Spielende gegen 1 tendiert. Ebenso kann es passieren dass nach dem ersten Tor sofort ein Gegentor fällt, ohne dass man die Möglichkeit hätte zwischen den beiden Toren noch eine Wette zu platzieren. Bleibt es dann beim 1:1 sinkt die Quote auf das Unentschieden ebenfalls immer weiter. Daher ist es ratsam sofort nach einem Tor die Wette auf Unentschieden zu platzieren.

Umgekehrt passiert es natürlich manchmal auch, dass ein Team unmittelbar hintereinander zwei Tore erzielt. Bei einer zwei Tore Führung des Favoriten (Spielstand 2:0) ist die Quote auf X (und somit der Profit aus der Arbitragewette) natürlich entsprechend hoch. Und wenn das wenige Minuten vor dem Schlusspfiff passiert kann man es auch einmal riskieren auf die X-Wette gänzlich zu verzichten. Das sollte man aber wirklich nur dann riskieren, wenn es der (auch spielerisch überlegene) Favorit ist, der in Führung liegt und das Match nicht mehr lange genug dauert, dass der Rückstand ausgeglichen werden könnte.

Dieses Wettsystem sollen Sie auch nur bei als relativ ausgeglichen bewerteten Partien anwenden, bei denen die Quoten auf alle drei möglichen Wettergebnisse ziemlich gleich hoch (also jeweils um den Wert von 3 herum) sind. Das ist bei Spielen zwischen Mannschaften, die in der Tabelle ziemlich dicht beisammen liegen der Fall. Je niedriger die Quote auf das Unentschieden vor Spielbeginn ist um so höher fällt der Profit aus, sobald ein Tor gefallen ist. Natürlich ist hier auch die Wahrscheinlichkeit eines torlosen Unentschieden am höchsten.

Bei Events bei denen es von Anfang an einen klaren Favoriten gibt ist dieses System hingegen etwas riskant. Sollte nämlich bei solch einer Partie der Underdog (und nicht der Favorit) das erste Führungstor schießen fällt die X-Quote höchstwahrscheinlich weit unter den Wert den sie vor Spielbeginn hatte. In solch einem Fall wäre nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass der Favorit zumindest ein Ausgleichstor schießt ziemlich hoch.

Solche Events (beispielsweise Tabellenletzter gegen den Tabellenersten bei denen vor dem Spiel die Quoten z.B. 15 – 5,50 – 1,30 stehen) kann man nur dahin gehend beobachten, ob eventuell dem als Außenseiter gesetzten Team ein überraschendes (und möglichst frühes) Führungstor (z.B. durch einen Elfmeter) gelingt. In solch einem Fall wäre überlegenswert auf den Favoriten zu wetten (die Quote wäre in der Situation vermutlich von 1,30 auf einen Wert von 2,00 oder höher geklettert) und darauf zu vertrauen, dass es einem starken Team gelingen wird das Spiel umzudrehen. Gelingt dem Favoriten der (eigentlich auch zu erwartende) Ausgleichstreffer würden auch die Quoten auf das Außenseiterteam und ein Unentschieden wieder annähernd auf die früheren Werte (also z.B. auf 12,00 und 4,50) klettern. Dann könnten Sie entscheiden ob Sie die gute Quote auf den Favoriten behalten oder ob Sie sich durch die – dann immer noch profitablen – Gegenwetten absichern wollen.

Als Beispiel das englische Premiere-League Match Chelsea – WestHam vom 9.April 06: Vor dem Match standen die Quoten ca. 1,30 – 6,50 – 15. In der 10. Minute gelang WestHam ein Führungstor und kurz darauf (16. Min.) gab es auch noch eine Rote Karte für den Tabellenersten. Die Quote für Chelsea betrug an der Wettbörse danach 3,65 (und stieg weiter bis auf ca. 4.00) und für das Unentschieden sank sie auf 4,30. In der 28. Minute schoss Chelsea den Ausgleichstreffer und die Quote auf WestHam schnellte wieder auf 17,00 hoch. Diese Wette (100,- zu 3,65 auf Chelsea und 85,- zu 4,30 auf X nach dem 1:0 in der 20. Minute und 21,50 Euro zu Quote 17,00 auf WestHam nach dem 1:1 in der 30. Minute) brachte 74% Profit (155,- Euro Gewinn). Das Spiel ging übrigens 4:1 aus.

InPlay-Wetten bringen zwar sehr hohe Gewinne, sie bergen aber auch ein Verlustrisiko. So lange Sie noch keine Wetterfahrung haben und nichts über die Mannschaften, deren Spielstärken, Tabellensituation, etc. wissen, sollten Sie lieber die Finger davon lassen, bzw. zuerst nur kleine Einsätze tätigen.


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