Die Wahl der richtigen Börse

Sie werden Sich jetzt vermutlich fragen, bei welcher oder welchen dieser Börsen Sie sich anmelden sollen und wo Sie künftig ihre Quoten handeln sollen.
Nun, an der umsatzstärksten Börse Betfair kommt wohl kaum ein Spieler vorbei, wenn er vor hat im größeren Stil in den Quotenhandel einzusteigen. Betfair bietet auch die meisten Wettarten (zahlreiche Spezialwetten) in den einzelnen Events an. Der größte Nachteil bei Betfair ist die neuerdings sehr komplizierte Berechnung des aktuellen Provisionsabschlags. 31 Stufen in 2%-Schritten macht die Sache sehr unübersichtlich.

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Da Betbull und Betdaq über dieselbe Plattform operieren würde es eigentlich reichen sich bei nur einer der beiden Börsen anzumelden. Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Plattformen ist die Sprache: Während man bei Betbull dzt. zwischen Deutsch und Englisch wählen kann bietet Betdaq nur Englisch und zwei Chinesische Benutzeroberflächen (Cantonese und Mandarin?) – damit dürfte für die europäischen, insbesonders natürlich die deutschsprachigen, Spieler Betbull wohl die bessere Variante bieten.

Ein Konto bei Betbull (als umsatzmäßig zweit stärkte Börse) bietet nicht nur die Möglichkeit die Einsatzhöhe zu steigern, falls in einem Markt bei Betfair nicht genügend Kapital zur Verfügung steht, es kommt auch immer wieder vor, dass bei Betbull etwas bessere Quoten angeboten werden. Das liegt häufig auch daran, dass Betbull kleinere Quotensprünge als Betfair hat – soll heißen dass bei Betfair die Quotenabstände im Bereich von 6,00 und 10,00 immer in 0,2er Schritten erfolgt (also 6,00 – 6,20 – 6,40 – 6,60 – etc.), während bei Betbull auch in diesem Wertebereich Zehntelschritte (6,00 – 6,10 – 6,20 – 6,30 – etc.) eingebaut sind.

Nach meiner Erfahrung hat Betbull besonders bei Over/Under- und Handicap-Wetten oftmals die attraktiveren Preise. Und da Betbull doch weniger Umsatz als Betfair aufzuweisen hat ziehen die Quoten hier auch häufig erst etwas später mit Betfair gleich, damit lässt sich Betbull auch bei Arbitragewetten sehr gut einsetzen.
Betsson ist eine weitere Zusatzoption, die man aus denselben Gründen wie Betbull nutzen sollte, wenn es die finanziellen Möglichkeiten erlauben.
MyBet ist vom Umsatz her zwar nicht so stark, aber besonders bei Events mit deutscher Beteiligung sind hier oft andere Quotenkonstellationen zu finden als bei den anderen Börsen (wie man am vorigen Beispiel sieht). Sehr oft hat MyBet auch die besten Quoten auf das Unentschieden.

Bei wie vielen dieser Anbieter man letztlich ein Konto eröffnet wird sich wohl in erster Linie nach dem verfügbaren Kapital richten. Je mehr Geld man zur Verfügung hat, bei um so mehr Börsen kann man ein entsprechendes Account unterhalten und um so mehr Tradinggeschäfte kann man auch abwickeln – nicht nur weil man fallweise bei der einen oder anderen Börse eine etwas bessere Quote bekommt oder die Einsätze steigern kann.

Hat man bei mehreren Börsen ein Konto ist man weitgehend auf der sicheren Seite um eine Wette auch dann noch absichern zu können wenn sich die Quoten nicht ganz nach Wunsch entwickeln oder auf einer Börse alleine nicht genügend Kapital dafür vorhanden wäre.
Oftmals sind es aber auch die kleinen Unterschiede bei Handicaps oder Gesamtscores, die nach Konten bei mehreren Börsen verlangen. So kann es beispielsweise Vorkommen dass bei einem Basketballspiel eine Börse die Gesamtscores auf 177,5 ansetzt, eine andere auf 179,5 und die Gesamtpunkteanzahl auf der dritten Börse 181 beträgt. Dasselbe gilt für die Summe der Tore (über/unter 1,5 Goals, 2,5 oder 3,5) und verschiedene Handicaps.

In der Praxis werden Sie schnell merken, dass es dabei oft nötig ist aus mehreren Varianten wählen zu können um eine mögliche Gewinnchance auch tatsächlich nützen zu können. Um unterm Strich die besten Gewinne zu erzielen sollte man sich schwerpunktmäßig auf nur zwei Börsen (z.B. Betfair und Betbull) konzentrieren bei denen man die meisten Wetten platziert und seine Umsätze nicht unkontrolliert verteilen. Je mehr Umsatz Sie bei einer Börse tätigen umso weniger Provision zahlen sie dort. Die Höhe der zu zahlenden Provision wird auch oft den Ausschlag geben wo man seine Wette platziert und möglicherweise ob man sie überhaupt abschließt.

Es kann in manchen Fällen besser sein etwas niedrigere Quoten bei einer Börse, wo man einen geringeren Provisionssatz zahlen muss, anzunehmen, als eine Wette zu einer etwas höheren Quote zu platzieren und dafür mehr Provision zu bezahlen. Die Quote 2,60 bei Provisionssatz 3,50% anzunehmen ist beispielsweise besser als 2,64 bei 4,75% Provision abzuschließen. Das muss man sich jeweils von Fall zu Fall ausrechnen.

Der Stand der jeweils aktuellen Umsatzsumme bzw. Punktezahl, die als Grundlage zur Provisionsberechnung dient, wird fallweise die Entscheidung wo man seine Wette platziert beeinflussen. Diese Zahlen können sogar den Ausschlag dazu geben ob man eine Wette selbst dann abwickelt, wenn man dabei gar nichts verdient. Fehlen einem beispielsweise nur noch ein paar Euro Umsatz um bei einer Börse in eine bessere Provisionsstufe zu gelangen kann es möglicherweise sinnvoll sein, dort eine Wette bei der man sogar ein paar Cent verliert, zu platzieren.

Lesen Sie die Informationen auf den Seiten der Wettbörsen, wo Sie alle detaillierten Basis-informationen zu der jeweiligen Benutzeroberfläche finden und die Demo-Versionen testen können, ehe Sie beginnen um Echtgeld zu spielen.

Hier noch ein paar Tipps, die ich vorausschicken will, auch wenn die konkreten Anwen-dungsmöglichkeiten dazu erst später folgen:

An einer Wettbörse gibt es (meistens) kein Einsatz- oder Gewinn-Limit durch die Börse als Wettplattform. Die Höhe Ihrer Einsätze wird nur von den angebotenen Einsätzen der anderen Spieler bzw. durch die (Nicht-)Annahme Ihrer Wetten limitiert. Bei Betfair (der größten Wettbörse) beträgt das voreingestellte Risikolimit z.B. 10.000,- Euro, es kann aber durch entsprechende Verifizierung nach Belieben erhöht werden.

An Wettbörsen ändern sich die Quoten fallweise sehr schnell, insbesondere knapp vor Spielbeginn können die Werte rapide schwanken. Meist steigen in den letzten Minuten vor Anpfiff die Quoten auf den Außenseiter nochmals an während die Quote für die Favoriten niedriger wird. Auch die Unentschieden-Quote sinkt gegen Spielbeginn hin eher ab. Das ist natürlich nicht immer der Fall, sondern hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren (z.B. Aufstellung der Spieler, Wetter, etc.) ab.

Einer der Gründe, für die Quotensprünge und starken Schwankungen bei den verfügbaren Summen in den letzten Minuten vor Anpfiff, ist aber zweifellos, dass viele Spieler knapp vor Spielbeginn ihre offenen Wetten von den Börsen zurückziehen, um sie z.B. bei einem Buchmacher zu platzieren oder aber eine für sie ungünstigere Quote in Kauf nehmen um ihre Wetten zu platzieren oder abzusichern. Man sollte sich aber nicht blindlings auf diese Tendenzen verlassen – besonders dann nicht, wenn man die Wette für eine SureBet unbedingt benötigt. Hingegen kann man es für eine ValueBet durchaus immer riskieren, denn wenn solch eine Wette nicht angenommen wird geht ja die Welt deswegen auch nicht unter.

Erfahrungsgemäß bekommt man auf den Börsen jedenfalls die höchsten möglichen Quoten sofort wenn die Wette neu angeboten wird (und es damit einerseits noch so gut wie keine Vergleichswerte gibt und zum anderen die Quotensprünge zwischen der Back- und Lay-Seite meist recht hoch sind) und knapp vor Spielbeginn. In der übrigen Zeit sind die Quoten häufig ziemlich ausgeglichen und zwischen Back und Lay ist die Differenz nicht all zu groß. Starke Bewegungen gibt es auf den Wettbörsen meist auch eine Stunde vor dem Spielbeginn (vielleicht weil manche User die falsche Zeitzone eingestellt haben und damit der irrigen Meinung sind das Spiel würde bereits in wenigen Minuten beginnen? Oder weil Großkunden / Buchmacher eine Stunde vor Beginn automatisch ihre Wetten absichern?).

Wenn Sie eine bestimmte Quote anstreben platzieren Sie Ihren Einsatz ehestens und warten Sie darauf, dass Ihre Wunschquote angenommen wird. Je früher der Einsatz gesetzt wurde um so früher wird er auch angenommen – wer zuerst kommt mahlt auch hier zuerst. Behalten Sie dann aber Ihre Wetten ständig im Auge um auf Änderungen reagieren zu können. Das gilt insbesondere für den Fall dass Sie eine Wette gleichzeitig bei mehreren Börsen anbieten – sonst haben Sie statt nur einer Wette auf eine Mannschaft plötzlich gleich den dreifachen Betrag eingesetzt.

Die Quoten auf den Wettbörsen sind meist deutlich (bis zu 20% und mehr) höher als bei den herkömmlichen Buchmachern. Während die Quoten-Differenz bei einem Wettbüro rd. 10% (als Gewinn des Bookies) beträgt – d.h. der prozentuale Buchwert ist dort in etwa 110%
– ist auf einer Wettbörse der Buchwert fast 100% da die Börse selbst keinen Abschlag auf die Quoten einrechnet. Allerdings zahlen Sie an die Börse eine Gewinnprovision, die Sie einkalkulieren müssen.


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