InPlay SureBets (Back/Back-Arbitrage)

Man nennt diese Wettart auch „absichern” während des Spiels. Mit dieser speziellen Methode können Sie – bei etwas höherem Risiko – weit mehr als mit den absolut sicheren SureBets verdienen. Dabei platzieren Sie nicht (alle) Wetten VOR dem Spiel, sondern wetten (komplett oder nur teilweise) WÄHREND des jeweiligen Spieles. Diese Taktik birgt wohl eine gewisse Gefahr von Verlusten, man kann damit aber auch weit höhere Summen gewinnen als würde man die völlig risikolosen SureBets vor dem Spiel platzieren – und das Wettrisiko doch etwas überschaubarer halten. Um hier möglichst optimal zu agieren ist es nötig die Spiele auf die man wettet live zu verfolgen – idealerweise natürlich im Fernsehen oder per Web-Stream (obwohl Streams viel Speicherkapazität benötigen und die meisten Rechner verlangsamen), zur Not kann man auch auf einen zeitgenauen Liveticker zurückgreifen. Das Profi-Workbook bei www.HighRollers.info enthält jeweils die aktuellen Links zu den benötigten Livetickern, diese sind aber auch über die Suchmaschinen im Internet zu finden. Etwas Sportwissen ist für diese Wettmethode zwar nicht ganz nutzlos, all zu viel müssen Sie aber nicht lernen.

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Man kann generell bei allen Arten von Livewetten die Strategie des Absicherns anwenden
– es ist im Prinzip nichts anderes als die Minimierung eines Risikos während des Spieles. Sie wetten dabei dem Spielverlauf entsprechend auf alle möglichen Ausgänge und erzielen durch die sich ändernden Quoten Gewinne. Idealerweise spielen Sie diese Strategie auch nicht (oder nicht nur) bei einem herkömmlichen Buchmacher, sondern Sie platzieren Ihre Einsätze bei einer Wettbörse, da dort nicht nur die Quoten meist generell etwas höher sind sondern sich vor allem auch schneller dem Spielverlauf anpassen.

Um die Methode zu veranschaulichen hier zwei Beispiele, bei denen auch die besten Ergebnisse zu erzielen sind:

Beispiel einer 2-Weg-Wette (z.B. Tennis):

Je nach Spielverlauf werden die Quoten auf die beiden Spieler im Lauf des Matches schwanken und damit ergeben sich ständig Arbitragen und somit Gewinnchancen. Wenn vor dem Spiel z.B. die Quoten 1,35 auf den Favoriten (Spieler 1) gegenüber 3,80 (Spieler 2) stehen, so werden sich diese auf ungefähr 1,50 zu 2.90 ändern, nachdem der erste Game an den Außenseiter ging (das ist durchaus wahrscheinlich, wenn dieser Aufschlag hatte). Gewinnt der Außenseiter auch das zweite Game könnten die Quoten bereits 1,65 zu 2,50 stehen.

Hätten Sie z.B. vor dem Spiel 100,- zu Quote 3,80 auf Spieler 2 gesetzt können Sie nun durch einen Einsatz von 230,- auf den Favoriten einen sicheren Gewinn von rd. 50,- (d.s. ca. 13%) einfahren.

Die bessere – und auch meist sicherere – Methode wäre hier jedoch nach dem zweiten Game (beim angenommenen Spielstand 0:2) zur Quote 1,65 auf den Favoriten zu setzen. Wenn nun der Favorit Aufschlag hat und das dritte Game gewinnt (Spielstand 1:2) wird sich die Quote für den Außenseiter (Spieler 2) wieder auf ca. 2,90 erhöhen. Bei dieser Quoten- Konstellation hätten Sie bereits ca. 5% Profit. Im Fall dass der Außenseiter (als Aufschläger) nun die ersten Punkte vergibt wird die Quote schnell wieder über 3 steigen und sich damit auch der mögliche Profit erhöhen. Bei einem 2:2 wird die Quote bereits wieder den Wert von 3,8 erreicht haben und sollte nun der Favorit im fünften Game (bei dem er ja nun auch Aufschlag hätte) mit 3:2 in Führung gehen wäre die Quote auf den Außenseiter (Spieler 2) wohl schon bei einem Wert zwischen 4,50 und 5,00. Bei der Quotenkonstellation 1,65 (Quote auf den Favoriten nach dem 0:2) zu 4,50 (Quote auf den Außenseiter beim Spielstand von 3:2) würde der Gewinn ca. 17%) betragen.

Auf Wettbörsen liegen die Quoten bei stark frequentierten Events stets sehr dicht bei-sammen und passen sich schnell dem Spielverlauf an – somit können im Laufe eines Matches auch mehrmals solche Arbitragemöglichkeiten entstehen.

So ergeben sich bei den nachstehenden Quotenkonstellationen (nur um ein paar Beispiele aufzuzeigen) immer Situationen bei der man mit Plus/Minus Null aussteigt.

1,20 zu 6,00 (Einsätze 100,- zu 20,- = Return jeweils 120,-)
1.25 zu 5,00 (Einsätze 100,- zu 25,- = Return jeweils 125,-)
1,30 zu 4,35 (Einsätze 100,- zu 30,- = Return jeweils 130,-)
1,40 zu 3,50 (Einsätze 100,- zu 40,- = Return jeweils 140,-)
1,50 zu 3,00 (Einsätze 100,- zu 50,- = Return jeweils 150,-)
2,00 zu 2,00 (Einsätze 100,- zu 100,- = Return jeweils 200,-)

Bei etwas höheren Quoten auf der einen oder anderen Seite kann bereits ein sicherer Gewinn verbucht werden – zum Beispiel:

1.25 zu 6,00 (Einsätze 100,- zu 20,80 = Gewinn ca. 4,-)
1,24 zu 6,20 (Einsätze 100,- zu 20,00 = Gewinn ca. 4,-)
1,35 zu 4,10 (Einsätze 100,- zu 33,00 = Gewinn ca. 2,-)
2,05 zu 2,05 (Einsätze 100,- zu 100,— = Gewinn ca. 5,00)
1,95 zu 2,15 (Einsätze 100,- zu 90,70 = Gewinn ca. 4,30) … u.s.w.

Um die lästige, teilweise auch recht komplizierte Rechenarbeit zu beschleunigen und auf einen Blick feststellen zu können ob eine Arbitrage vorliegt, helfen einem Arbitragerechner und Quotenverhältnis-Kalkulatoren, wie sie der Profi-Version des WORKBOOKADRESSE Workbooks beiliegt.

Hier reicht die Eingabe eines Wertes (Quote Spieler 1) um sofort festzustellen wie hoch die Quote auf den zweiten Spieler mindestens sein muss damit unterm Strich ein Gewinn herausschaut.

Im Lauf eines Tennismatches – das ja über zahlreiche Games und mehrere Sätze geht – ergeben sich meist einige solcher Gewinn-Konstellationen. Im Idealfall sind die Spieler über mehrere Games hinweg in etwa gleich stark und der Aufschläger gewinnt sein jeweiliges Game. Bei solchen ausgewogenen Spielen kann man so gut wie bei jedem Ballwechsel einen kleinen Gewinn einstreifen solange sich keiner der Spieler als eindeutiger Gewinner profiliert.

Die ersten Games können häufig von den Außenseitern gewonnen werden (entsprechend steigen die Quoten auf den Favoriten), im Endspurt gewinnen dann aber doch meist die konditionsstärkeren und erfahreneren Favoriten. Wenn ein klarer Favorit wie z.B. ein Roger Federer das erste oder auch die ersten beiden Games – oder sogar den ganzen ersten Satz – verliert, so ist das Match deswegen noch lange nicht entschieden. In den meisten Fällen wird er zuletzt wohl doch noch gewinnen. Solange der Favorit aber in Rückstand ist wird man eine gute Quote bekommen und in der Lage sein eine (unterm Strich profitable) Gegenwette auf seinen Konkurrenten abzuschließen.

Die Gefahr bei dieser Strategie besteht darin, dass sich nach dem Abschluss einer Wette der Gegner nachhaltig durchsetzt und die Gegenquote weiter sinkt ohne dass sich nochmals die Chance ergibt eine Wette zu platzieren, die einen Verlust ausschließt. Aber selbst bei einem ungünstigen Wettverlauf gibt es bis zuletzt die Möglichkeit sich abzusichern – auch wenn man dabei keinen Gewinn erzielt oder sogar einen Verlust einstecken muss.

Zu Beginn eines Spieles mit sehr großen Quotendifferenzen (z.B. 1,12 zu 8,5) ist es meist sinnvoller zuerst die hohe Quote zu kaufen – das Verlustrisiko ist dadurch geringer als wenn Sie zuerst den höheren Einsatz auf den niedrigen Wert kaufen. Und es reicht bereits eine minimale Quotenerhöhung (z.B. von 1,12 auf 1,15) um einen Gewinn zu erzielen.

Je weiter fortgeschritten der Spielverlauf bereits ist um so mehr entwickeln sich die Quoten zu einer Einbahnstrasse: Während die Quote auf den im Vorteil liegenden Spieler ständig sinkt, steigt die Quote auf den Underdog; z.B. 1,15 – 7,2 / 1,13 – 7,8 / 1,11 – 8,0 / 1,09 – 8,50 / 1,07 – 11,00 /… etc. Bei solch einem Spielverlauf wäre es wohl überlegenswert zuerst auf die niedrige Quote (bei 1,15) zu setzen und nur dann eine Gegenwette abzuschließen, wenn sich die sinkende Tendenz umkehrt. Bis zu einer Gegenquote von 7,80 wären Sie dabei immer noch in einer Gewinnsituation.

Man sollte diese Strategie nur sehr vorsichtig anwenden und ehe man einen Einsatz platziert das Spiel ggf. erst einige Zeit beobachten um ein Gefühl für den Spielverlauf zu bekommen. Bevor Sie – als Neueinsteiger in Sportwetten / Livewetten und den Quotenhandel auf Wettbörsen – hohe Summen einsetzen spielen Sie zuerst bei mehreren Matches vorsichtig und mit kleinen Beträgen um sich in das Wettgeschehen und die Quotenbewegungen auf Wettbörsen hinein zu leben. Beobachten Sie zuerst ein paar Spiele, verfolgen Sie die Liveticker, die Quotenbewegungen bei den Buchmachern und an den Wettbörsen und kalkulieren Sie dabei die nötigen Einsätze mit. Spielen Sie zuerst einige Matches in der Theorie durch um sich die – für die später schnellen Abläufe nötige Routine – anzueignen, ehe Sie um reales Geld spielen.

Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Wettbörsen haben machen Sie sich unbedingt mit diesen hinreichend vertraut ehe Sie dort wetten. Wettbörsen bieten zwar meist höhere Quoten, Sie müssen aber auch immer die dort fälligen Provisionen mit einkalkulieren und benötigen daher etwas mehr Routine um die optimalsten Ergebnisse zu erzielen, da diese Rechenoperationen etwas komplizierter und zeitaufwendiger ist, wenn Sie keinen Kalkulator zur Hand haben bei dem die Provisionen gleich mit eingerechnet werden.

Zuletzt noch ein paar nützliche Hinweise:

Machen Sie sich vor dem Match mit dem jeweiligen Reglement vertraut. Beispielsweise ist es wichtig zu wissen über wie viele Sätze das aktuelle Tennismatch gespielt wird um einschätzen zu können wie lange Sie noch Zeit haben um Ihre Wette zu platzieren.


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