Quotenhandel oder Aktiengeschäfte?

Wie Sie bemerkt haben ist der Handel mit Wettquoten prinzipiell mit Börsengeschäften
– also dem Handel mit Aktien, Optionen oder Rohstoffen – zu vergleichen.

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An der Börse schließt man genau genommen ja auch Wetten darauf ab ob Anteile an einer bestimmten Firma oder Fremdwährungen an Wert gewinnen oder verlieren, ob ein Produkt erfolgreich sein wird oder bestimmte Rohstoffe in Zukunft mehr oder weniger nachgefragt werden. Darin besteht kaum ein Unterschied – egal ob man auf Chelsea gg. Manchester United oder Dollar gg. Euro, auf Bayern München oder Kanadischen Weizen setzt.

Warum sollte man dann besser mit Wetten und nicht (nur) mit Aktien handeln? Tatsächlich hat Beides seine Vor- und Nachteile:

Der größte Vorteil beim Handel mit Wetten ist die Geschwindigkeit der Kapitaldrehung. Während man auf eine Kursschwankung an der Börse meist wochen- oder monatelang warten muss ändern sich Wettquoten während eines Spiels minütlich – selbst bei im Voraus abgeschlossenen Arbitragewetten beträgt die Kapitalbindung kaum länger als ein paar Tage.

Auch sind die Gebühren im Börsenhandel so hoch, dass sich die meisten Kursschwankungen unterm Strich gar nicht positiv auf den Gewinn auswirken; insbesondere dann, wenn man nur einen relativ kleinen Betrag investiert. Nebst Depotgebühren, die sich nach der Höhe des Aktienwertes richten fallen bei jeder Transaktion zusätzlich Bankspesen zwischen ca. 0,50% (bei OnlineBanking) und über 1% des Kurswertes (bzw. eine Mindestgebühr von ca. 30,- bis 50,- pro Kauf oder Verkauf) an. Damit muss die Kursschwankung eines Wertpapiers schon mindestens zwei bis drei Prozent ausmachen, damit sich das Geschäft überhaupt lohnt.

Noch schlechter ist das Ergebnis bei kleinen Investitionssummen: Kauft man z.B. 100 Stk. eines Titels mit einem Kurswert von 5,- / Stk. (also um nur 500,- Euro) so muss das Papier mindestens 15% bis 20% (auf ca. 5,75 bis 6,- / Stk.) zulegen ehe sich ein Verkauf lohnt – schließlich kosten Ein- und Verkauf jeweils rd. 40,- Euro. Erst wenn man Transaktionen um mehrere Tausend Euro tätigt stehen Gebühren und Gewinn in einer halbwegs erträglichen Relation. Damit bleibt der Aktienhandel wohl denen Vorbehalten, die höhere Beträge einsetzen und auf längere Zeit binden können.

Ein ganz wesentlicher Unterschied ist das verschieden wahrgenommene Risikobewusstsein. Jeder der Quoten handelt weiß, dass es dabei um Wetten geht und agiert auch dem entsprechend, aber nur die wenigsten die sich mit Aktien beschäftigten sehen es als Gewinnspiel sondern denken es seien sichere Investitionen und sind um so überraschter wenn etwas daneben geht. Hier sind die Wettquotenhändler klar im Vorteil, da sie die Kursrisiken viel aufmerksamer beobachten.

Der einzige (wenn auch nicht ganz nebensächliche) Vorteil den Aktien gegenüber dem schnellen Cashflow beim InPlay-Wetthandel bieten ist das geringere Risiko. Denn während ein ungünstiger Kursverlauf bei Wetten auch einmal einen schnellen, hohen Verlust bedeuten kann, bleibt man bei Aktien meist von einem solchen Totalverlust verschont, wenn man sich nicht zeitgerecht absichern kann. Schließlich ist eine verlorene Wette nach Spielende definitiv wertlos, während eine Aktie meist doch noch einen gewissen Wert repräsentiert – selbst dann noch wenn das Unternehmen auf das man gesetzt hat ein miserables Ergebnis erzielt. Dieser Sicherheits-Vorteil spricht allerdings bei den klassischen SureBets die bereits vor dem Spiel einen garantierten – wenn meist auch nur kleinen – Gewinn erzielen wiederum zu Gunsten des Quotenhandels.

Somit überwiegen in Summe dann doch die Vorteile im Handel mit Wettquoten gegenüber traditionellen Börsengeschäften.


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