So funktioniert es in der Praxis

Setzen Sie sich wieder ein konkretes Gewinnziel (beispielsweise einen bestimmten Betrag zwischen 100,- und 1000,- Euro) von dem Sie für all Ihre Einsätze ausgehen. Sie gewinnen damit immer denselben Betrag, wenn einer der gesetzten Tipps korrekt ist. In Summe werden Sie damit für jeden eingesetzten Euro mehr als diesen einen Euro zurückgewinnen.

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Um einen schnellen Überblick über Ihre Einsätze und Gewinne zu haben legen Sie sich Kolonnen an, in denen Sie immer genau den Betrag spielen, der von Ihnen als Gewinnziel festgelegt wurde. (Es ist zwar nicht unbedingt nötig dazu eine Kolonne zu definieren, zur Gewinnermittlung ist es aber hilfreich und im Profipaket auf WORKBOOKADRESSE ist solch eine Kalkulationstabelle mit Kolonnen-Files enthalten.) In jeder Kolonne spielen Sie mit diesem fixen Einsatz die damit mögliche Anzahl (z.B. 10 oder 15) solcher ValueBets, bei denen der mathematische Return zumindest 1,20 und höher ist.
Die einzelnen Wetteinsätze berechnen Sie so, dass wenn nur ein einziges der gesetzten Ereignisse eintrifft der gesamte Einsatz aus der Kolonne wieder gewonnen wird (Gewinnziel dividiert durch Quote ist der jeweils benötigte Einsatz).

Beispiel ist ein Gewinnziel von 100,- Euro. Die Einsätze wären also wie folgt:

Treffen zwei Ereignisse ein haben Sie Ihren Einsatz verdoppelt und wenn sogar drei oder mehr Treffer richtig sind wird der Wetteinsatz in dieser Kolonne verdrei- oder vervielfacht. Langfristig betrachtet sollte man bei Wetten deren Wert durchschnittlich 1,25 betragen – selbst bei vorsichtiger Rechnung – zumindest 10% Profit erwirtschaften.

• Je höher eine Quote um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit die Wette zu gewinnen, dafür müssen dabei nur relativ geringe Beträge eingesetzt werden.

• Wählt man sehr hohe Quoten, so sollten diese auch einen besonders hohen Wert (möglichst über 1,50) haben. Buchmacher sind bei solchen hohen Quoten eher vorsichtig und werden auch dann, wenn die Wahrscheinlichkeit nur zwei oder drei Prozent beträgt kaum eine Quote von 90 oder 95 anbieten, sondern vielleicht nur 50 bis 70. Damit wird jedoch die von den Softwares ermittelte Durchschnittsquote und die gesamte angezeigte Wahrscheinlichkeit verzerrt. Um diese Unterbewertung bei sehr hohen Quoten auszugleichen muss deren Wert also nicht nur 1,20 sondern vielleicht 1,70 oder 2,00 betragen.

• Rein gefühlsmäßig sollten folgende ValueBets (unabhängig von der Quote und deren Wert) überdurchschnittlich häufig gewinnen:

– Wetten auf ein Unentschieden (allerdings sind ValueBets auf X auch sehr selten)
– Wetten auf die Heimmannschaft
– Wetten bei Cup-Spielen (da diese für die Mannschaften oft nicht den gleich hohen Stellenwert haben wie ein Liga-Spiel)
– Wetten auf Spiele bei denen es für die beiden Mannschaften um nichts (mehr) geht, also beispielsweise wenn die Tabellenplätze bereits feststehen, unabhängig davon wer dieses Match gewinnt oder verliert
– Wetten bei Spielen die unter irgendwelchen außergewöhnlichen bzw. extremen Bedingungen stattfinden. Das kann beispielsweise das Wetter, die Uhrzeit oder eine besondere Location sein (z.B. würde die Heimmannschaft in einer besonders hoch gelegene Stadt wie La Paz gegen Gäste aus dem Tiefland wie Holländer einen extra Vorteil haben, da sie an die dünne Luft gewöhnt ist und die Saudis wären in einem Wüstenduell bei 50°C gegen eine Mannschaft aus dem kühlen Norden etwas im Vorteil.)

Natürlich werden die Quoten solchen Besonderheiten bereits Rechnung tragen, aber wenn man ein Event aufspürt auf das einer oder gar mehrere der genannten Punkte zutreffen und sich hier auch noch eine gute Value-Quote findet sollte man diese Wette mit in sein Portfolio aufnehmen.

• Eine hohe Quote auf ein Ereignis bedeutet nicht automatisch, dass es sich dabei um eine ValueBet handelt. Die Quote 1:1000000, dass morgen die Sonne im Westen aufgeht, ist noch lange keine ValueBet – das ist bisher nämlich in Milliarden von Jahren noch nie eingetroffen und die Wahrscheinlichkeit, dass es morgen passiert ist weit geringer als 1:1 Million.

• Gute Value-Quoten bekommt man sehr häufig bei eher nebensächlichen Events und besonders auf Wettbörsen.

Natürlich gibt es ValueBets auf die Favoriten, diese sind aber selten und der Wert ist dabei meist nur leicht über dem Durchschnitt – kaum mehr als 10% – angesiedelt.

• Einschlägige Websites zum Quotenvergleich präsentieren oft ValueBets, die beim genaueren Hinsehen gar keine sind bzw. bei denen der Wert nicht korrekt berechnet ist. Diese Sites gehen dann meist nur von den Durchschnittsquoten der Buchmacher aus, ohne aber die Börsenpreise zu beachten und kommen so zu falschen Resultaten. Oder sie berechnen einen Wert aus nur drei oder vier Vergleichsquoten, die noch nicht sehr aussagekräftig sind. Man sollte auch die Tatsache berücksichtigen, dass Buchmacher mit extrem hohen Quoten generell auch dann sehr zurückhaltend sind, wenn sie gerechtfertigt wären.

So ist ein Unentschieden beim Boxen sehr selten, trotzdem bieten die meisten Buchmacher darauf nur eine Quote um die 20 an. Somit wird eine Quote von 26 schon als ValueBet ausgewiesen, obwohl das bestenfalls eine ganz normale Quote wäre wenn man sie in Relation zur tatsächlichen Wahrscheinlichkeit setzt. Eine echte ValueBet würde wohl erst bei einer Quote von 50 beginnen.

Auch bei Tennisspielen ist diese Tendenz häufig zu beobachten. Während z.B. die Quote auf den haushohen Favoriten Federer durchschnittlich nur etwas über 1,02 beträgt, bekommt man bei den Buchmachern auf seinen Gegner (in diesem Fall Lee Hyung Taik) durchschnittlich nur die Quote 11,10. Die Quotenrelation müsste aber eigentlich folgerichtig 1,025 zu 41,00 lauten. Selbst wenn man berücksichtigt, dass Federer eine zu geringe Quote hat ist eine Quote von 13,00 die von einer Quotenvergleichs-Site bereits als ValueBet ausgewiesen wird noch lange keine Okkasion. Die eher realistische Börsenquote von 27 wurde von einer anderen Webiste bereits mit einem sensationellen Wert von 217,10 bewertet, sie ist aber bei weitem nicht so gut wie es den Anschein hat wenn man nur die Buchmacherquoten vergleicht.

Man sollte also die von den diversen Softwares und Websites als ValueBet ausgewiesenen
Quoten seinerseits noch sehr genau hinterfragen.


   One Comment


  1. Leyer
      6. October 2015

    Die einzelnen Wetteinsätze berechnen Sie so, dass wenn nur ein einziges der gesetzten Ereignisse eintrifft der gesamte Einsatz aus der Kolonne wieder gewonnen wird (Gewinnziel dividiert durch Quote ist der jeweils benötigte Einsatz).
    Das trifft nur auf obige Kolonne zu.
    Wenn das Gewinnziel 100 € ist, alle Quoten 2,0, dann beträgt der Gesamteinsatz aller 10 Wetten
    500 €, der Gewinn aber nur 100 €. Oder sehe ich das falsch ?
    MfG

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