Tipps zu Surebets

• Verlassen Sie sich nie blindlings auf die Softwares die Arbitragen finden. Kontrollieren Sie alle Quoten auf Richtigkeit ehe Sie eine Wette platzieren.

• Vorsicht vor all zu hohen Quotendifferenzen – bei Netto-Margen von weit über 5 Prozent hat sich vermutlich ein Fehler eingeschlichen! Meist beträgt der Profit zwischen einem und fünf Prozent (durchschnittlich sind es rd. 2,5%). Höhere Gewinne sind selten und meist nur unter Einbeziehung von Wettbörsen (wobei die Provision abgerechnet werden muss) möglich.

• Vermeiden Sie auf offensichtliche Quotenfehler zu setzen – die Buchmacher stornieren solche Wetten und Sie können dabei alle Einsätze verlieren! Stornos können auch dann noch ausgesprochen werden wenn das Spiel bereits läuft oder sogar nach Beendigung des Spiels.

Solche augenscheinliche Quotenfehler liegen dann vor, wenn z.B. der Favorit eine höhere Quote als der Außenseiter hat (also wenn bei unserem zweiten Beispiel Liverpool bei einem Bookie die Quote 6,6 hätte) – sogen. Quotendreher. Wenn z.B. unter 50 Buchmachern lediglich einer Team 1 mit einer Quote von 3,90 als Underdog gesetzt hat während alle anderen für das selbe Team durchschnittlich nur Quote 1,30 anbieten ist der Fehler eindeutig.

Ob möglicherweise ein Tippfehler vorliegt können Sie auch selbst mittels Arbitragerechners ermitteln. Wenn ein Bookie Quoten angegeben hat, bei denen sich in sich selbst schon ein Gewinn für den Spieler ergibt, kann es sich nur um einen Fehler handeln – bei korrekten Quoten sollte ca. 10% Buchmachergewinn enthalten sein. Lediglich bei Wettbörsen werden die Quotendifferenzen meist knapp an der 0%-Grenze sein.
Dieser Profit wird im so genannten Buchwert ausgedrückt und an den Wettbörsen (und bei manchen Buchmachern) extra angezeigt.

Bei Fußballspielen ist die Quote für das Unentschieden üblicherweise niedriger als die auf den Underdog. Nur bei Sportarten, bei denen ein Unentschieden wegen der üblicherweise hohen Tor- oder Punkteanzahl recht unwahrscheinlich ist – wie bei Eishockey, Handball, Rugby, Hallenfußball, Futsal oder Boxen – ist die X-Quote meist die höchste.

Schwieriger zu entdecken sind Quotenfehler bei Over/Under oder Handicap-Wetten, wenn es nicht genügend Vergleichsmöglichkeiten gibt und die Quoten an sich schon ziemlich
dicht beisammen liegen. Ob bei einer Over/Under 2,5 Tore-Wette die Quotenkonstellation 1,80 zu 1,95 oder 1.95 gg. 1,80 stimmt lässt sich oft nur erahnen.

Falls Sie nicht ganz sicher sind lassen Sie sich die Quote telefonisch bestätigen. Einige Buchmacher zahlen Ihnen sogar eine kleine Prämie, wenn Sie Quotenfehler melden.

Falls bis zum Spielbeginn noch ausreichend Zeit bleibt und es genügend Alternativen für eine Ersatzbuchung gibt (bzw. die Differenz so hoch ist dass nach menschlichen Ermessen nichts passieren dürfte) buchen Sie die Wette zur Bestquote. Danach warten Sie einige Zeit ab, ob der Bookie die Wette storniert oder nicht ehe Sie die Gegenbuchung abschließen. Bei genügend zeitlichem und finanziellem Spielraum ist es besser ein paar Stunden zuzuwarten, sein Wettkonto und die Quotenentwicklung des betreffenden Buchmachers im Auge zu behalten und die andere(n) Wette(n) erst dann zu platzieren, wenn kein Storno erfolgt. Vergessen Sie aber dann nicht auf diese offene Wette!

Ein anderer häufiger Fehler entsteht durch die Vermischung mehrerer Events innerhalb einer Liga am selben Tag, also wenn der Buchmacher zwei oder mehrere Spiele bzw. die Quoten dafür untereinander verwechselt. Das erkennen Sie sehr leicht daran, dass bei Arbitragen innerhalb derselben Liga am selben Tag stets der selbe Buchmacher vorkommt.

Beachten Sie auch die Heimrechte. Es kommt immer wieder vor, dass Buchmacher die Mannschaften und deren Heimrecht verwechseln und deswegen verschiedene Quoten angeben. Es ist ein Unterschied ob Liverpool daheim gegen Everton (Liverpool vs. Ever-ton) spielt oder ob das Match bei Everton (Everton vs. Liverpool) stattfindet – und das würde sich auch in den Quoten niederschlagen. Wenn sich ein Buchmacher dabei irrt wird er die Wetten später stornieren. Die Heimmannschaft (bzw. die Mannschaft die in einem Stadion das Heimrecht ausübt) wird in Europa üblicherweise zuerst angegeben. Genau umgekehrt werden die amerikanischen Events (insbesonders Basketball, Baseball und von US-Buchmachern) angeschrieben (wenn beispielsweise das Event „L.A. Dodgers at Detroit Tigers44 lautet so wird in Detroit gespielt, die Gäste stehen hier an erster Stelle). Wird auf neutralem Boden (also in einem fremden Stadion wie z.B. bei der Fußball-WM) gespielt, kann die Angabe willkürlich erfolgen.

• Ein guter Indikator für die Quotenentwicklung sind die Preise an den Wettbörsen. Prüfen Sie vor Abschluss Ihrer Wetten immer die aktuellen Börsen-Quoten.

• Hüten Sie sich vor verschiedenen „Handicap-Fallen“. Handicap (HC) bedeutet dass eine Mannschaft ein Tor oder eine bestimmte Punkteanzahl vorgegeben bekommt. HC +1 / HC -1 heißt, dass der Favorit ein Tor mehr erzielen muss – der Spielstand also bereits bei Beginn als 1:0 angenommen wird.

Passen Sie auf, dass Sie nicht eine Ihrer Wetten irrtümlich auf ein solches Handicap abschließen. Und wenn Sie Handicap-Wetten für Arbitragen heranziehen passen Sie genau auf, dass die Wetten exakt gleichlautend sind und Sie sich dabei nicht wegen etwas unterschiedlicher Handicaps zwischen zwei Stühle setzen. Wenn der Favorit nur dann als HC-Gewinner gilt wenn er 2 Tore Vorsprung erzielt, der Underdog hingegen nur 1 Tor vorgegeben bekommt wäre z.B. das Resultat 1:0 beim ersten Buchmacher eine verlorene Wette auf den Favoriten, beim anderen würde es ein Unentschieden bedeuten. Ein 2:0 wäre bei einem Bookie ein Unentschieden, beim anderen wäre es ein Sieg des Favoriten. Ein 0:1 würde bedeuten dass bei einem Bookie der Favorit die HC-Wette verloren hat, beim anderen würde sie als ein Unentschieden gewertet… etc.

Auch verschiedene Asiatische Handicaps, bzw. einfache und doppelte Handicaps (oder Over/ Under) werden von manchen Softwares oft fälschlicherweise als Arbitragen angezeigt. Over
4,5 und Over 4,5; 5 (bzw. HC -1 und HC -1; -1,5 oder U< 3,5 und U< 3,75) sind verschiedene Wetten auch wenn sie ähnlich aussehen. Während ersteres (z.B. HC -1 oder Over 4,5) eine einfache Wette ist, bezeichnet die zweite Wettart (z.B. HC -1; -1,5 oder Over 4,5; 5) eigentlich zwei unterschiedliche Wetten. Dabei wird die Hälfte des Einsatzes auf das Resultat -1 (bzw. über 4,5 Tore) und die anderen 50% des Einsatzes auf das Resultat -1,5 (bzw. über 5 Tore) gesetzt. Bei genau 5 Toren wäre bei so einer Wette die eine Einsatzhälfte (die auf über 4,5) eine Gewinnwette, während man die zweite Hälfte davon (die auf über 5 Tore) verlieren würde. Eine Gegenwette auf Under 4,5 würde somit also nicht alle Eventualitäten abdecken - bei einem Endresultat von 5 Toren wäre die Wette auf Under 4,5 ebenso verloren wie der Anteil auf über 5 Tore. • Achten Sie darauf, dass es wirklich genau das selbe Event (selbe Liga, selber Tag, selbe Uhrzeit) ist auf das Sie wetten. Häufig spielen die selben Mannschaften innerhalb weniger Tage Hin- und Rückspiel oder es treten sogar am selben Tag die A-Teams und die Reserve- Teams oder die Unter-21 Mannschaften gegeneinander an. Besonders gefährlich sind Tennisspiele, weil hier oft Spieler mit dem gleichen Namen (z.B. aus der gleichen Familie) bei denselben Tournaments antreten. Bei einer Unzahl an Ähnlichkeiten wie Ferrero - Ferrer oder gar Namensgleichheiten wie Oliver Rochus - Christophe Rochus; Venus Williams - Serena Williams; Alyona Bondarenko - Kateryna Bondarenko; Thomas, Joachim oder Mathilde Johansson, Benjamin oder Boris Becker, etc. kann man schon einmal durcheinander geraten. • Eine weitere Fußangel sind etwas differierende Wettangaben die leicht zu Verwechslungen führen können - z.B. Ergebnis des Matches (Moneyline for Game) und wer kommt in der Liga weiter (to qualify ... / to advance /...). Meist ist das Resultat zwar identisch, aber eben nicht immer. Es kann durchaus Mannschaft 1 das Match gewinnen aber trotzdem nicht aufsteigen, weil sie das schlechtere Torverhältnis hat, das vorige Hinspiel verlor, erst in der Verlängerung oder nach Elfermeterschiessen gewinnt oder aus einem Grund der gar nichts mit dem jeweiligen Match selbst zu tun hat. Dann kann es passieren, dass alle Wetten verloren werden. Bei US- Sportarten und auf englischen Seiten werden die Wetten auf das Endergebnis bei Basketball, Baseball, u.a. als „Moneyline“(Money oder ML) bezeichnet. Verwechseln Sie das nicht mit „To qualify“, „To advance“ oder gar „Spread“ (Gewinn mit einem gewissen Punkteabstand) und vermischen Sie nicht die „Moneyline for Game“ mit einer „Moneyline - Best of...“! • Bei Baseballspielen müssen Sie darauf achten, ob die Wette mit jedem Werfer gilt oder ein bestimmter Pitcher antreten muss damit die Wette gültig ist. Sollte ein bestimmter Pitcher nicht antreten, Sie aber eine Wette so abgeschlossen haben dass sie nur dann wirksam wird, wenn dieser Mann antritt kann es dazu führen dass eine Wette gilt, die zweite hingegen storniert wird. Besonders bei Betfair sind die Wetten meist nur gültig wenn der angegebene Werfer antritt, bei einigen Buchmachern (z.B. Pinnacle) können Sie wählen ob die Wette mit oder ohne dem angegebenen Pitcher abgeschlossen werden soll. Eine andere Fußangel bei MBL / Baseballspielen ist die Tatsache dass die gleichen Mannschaften an einem Tag öfter zwei Spiele (mit verschiedenen Pitchern) bestreiten. Meist sind Game 1 und Game 2 bei den verschiedenen Buchmachern nicht in der gleichen Reihenfolge angegeben. Die Softwares vermischen die Quoten und weisen extrem hohe Arbitragen aus die gar keine sind (in Wirklichkeit ist z.B. Team A im Game 1 der Favorit während für Game 2 Team B als überlegen gewertet wird). Wenn Sie nicht aufpassen und jeweils auf die höhere Quote (und die zwei verschiedenen Games) setzen stehen die Chancen beide Einsätze zu verlieren verdammt gut. • Finger weg von Wetten deren Sinn und Eigenheiten Sie nicht eindeutig verstehen. Wenn Ihnen nicht klar ist wann Sie eine Wette gewinnen oder wenn die Angaben bei den Buchmachern so differieren, dass es für Sie nicht klar ersichtlich ist wann welche Wette gewonnen ist, lassen Sie es lieber bleiben. Besser auf einen möglichen Gewinn von 10,- verzichten als deswegen 500,- zu verlieren. • Kontrollieren Sie Ihre Wettscheine jedes Mal ganz genau ehe Sie ihn bestätigen. Es kommt immer wieder vor, dass darauf nicht (wie man annehmen sollte) gleich die Hauptwette (Resultat nach Spielende) angegeben ist, sondern eine Spezialwette (z.B. Halbzeitstand oder nur das Resultat des dritten Drittels). So etwas kann man sehr leicht übersehen, besonders wenn man unter Zeitdruck die Wetten platzieren muss (die Wettquoten werden meist sehr schnell korrigiert, sobald ein Buchmacher merkt, dass er eine zu gute Quote anbietet. Oft hält eine SureBet-Konstellation nur wenige Minuten). • Checken Sie Ihren Wettschein auf eventuelle zwischenzeitliche Quotenänderungen. Insbesondere wenn Sie die selbe Wette bereits einmal abgeschlossen haben und das Event noch auf Ihrem Spielschein vorhanden ist könnte inzwischen die Quote geändert worden sein. Bei manchen Buchmachern wird eine eingetretene Quotenänderung nicht extra gemeldet, sondern die Wette einfach zur neuen Quote angenommen. Ärgerlich ist so etwas in jedem Fall, besonders wenn der Wert plötzlich um 20% niedriger ist. • Wenn Sie Arbitragewetten abschließen behalten Sie stets die eventuellen (Einsatz- bzw. Gewinn-)Limits der einzelnen Buchmacher im Auge. Sie können immer nur so viel einsetzen wie Sie auch an Gewinn ausbezahlt bekommen können. Wenn einer der bei einer SureBet beteiligten Buchmacher ein Gewinnlimit von 200,- Euro bei dem Event hat können Sie überall nur soviel einsetzen dass der Gewinn nirgendwo höher als diese 200,- ist. Gegebenenfalls können Sie bei mehreren Buchmachern die selbe Wette abschließen und so höhere Limits herausholen (so haben z.B. Bwin und Betoto meist gleiche Quoten, so können Sie die Einsätze erhöhen). • Achten Sie stets auf die Beginnzeit (Vorsicht insbesondere bei Angaben in unterschiedlichen Zeitzonen!) bzw. die Zeit wann ein Buchmacher die Wettannahme auf das Ereignis schließt. Fallweise ist das schon etwas früher als die tatsächliche Beginnzeit eines Spiels. Bei Spielen die nach Mitteleuropäischer Zeit in den späten Nachtstunden beginnen (Süd-Amerika, USA, Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, China, etc.) werden die Wettannahmen bei europäischen Buchmachern oftmals bereits Stunden vor dem Beginn ausgesetzt - wegen der Gefahr dass in letzter Sekunde noch extreme Quotenschwankungen auftreten könnten und niemand mehr anwesend ist um die Werte zu korrigieren. Zur Nachtzeit (bezogen auf den Standort des Buchmachers) sind deshalb häufig auch die Limits niedriger angesetzt als während der üblichen Bürostunden - und es sind mitten in der Nacht auch nicht überall entscheidungsbefugte Trader anwesend, die besonders hohe Wetteinsätze rückbestätigen könnten. • Die „Stoßzeit“ für Arbitragen ist naturgemäß in den frühen Abendstunden - bevor die meisten Spiele beginnen. Häufig findet man auch in den späten Nachtstunden und zeitig am Morgen interessante Konstellationen. Trotzdem sollten Sie ständig ein Auge auf die Arbitrage-Listen der verschiedenen Dienste haben und sich die SureBet-Listen auch möglichst laufend zusenden lassen. • Die meisten Arbitrage-Konstellationen ergeben sich einerseits gleich wenn die Wetten neu angeboten werden - also meist schon einige Tage vor dem Spiel - und andererseits knapp vor einem Spiel. Dazwischen können Änderungen in einer Spielaufstellung, Krankheiten, u.Ä. zu kurzfristigen Quotenänderungen führen, auf die nicht alle Buchmacher bzw. nicht alle gleich oder schnell genug reagieren. Achtung! Zum Zeitpunkt da die Wetten von den Buchmachern neu eingestellt werden (also z.B. am Montag für die Spiele am kommenden Wochenende) treten Quotenfehler am häufigsten auf. Besonders wenn die Wette erst bei einer Handvoll Bookies zu finden ist, und erst ganz wenige Vergleichszahlen vorliegen, kann man leicht einem Fehler aufsitzen. • Oftmals ergeben sich in den letzten Minuten vor Spielbeginn besonders hohe Arbitragen (meist auch unter Einbeziehung von den Quoten an Wettbörsen). Dann heißt es extrem schnell zu handeln, damit alle Wetten zeitgerecht untergebracht werden können. Besonders auf den Börsen sind gute Quoten sehr schnell weg. Vermeiden Sie zu solchen Stoßzeiten insbesondere das Risiko all zu hohe Beträge einzusetzen - es könnte sein, dass eine Wette nicht oder nicht gänzlich angenommen wird und die Zeit zu knapp wird um sich nach einer Alternative umzusehen! Kaufen Sie lieber Ihre Wetten (oder zumindest einen wesentlichen Teil) gleich zum angebotenen Preis ehe Sie ein zu großes Risiko eingehen und darauf spekulieren, dass Sie noch um ein paar Prozentpunkte höhere Quoten abschließen können. Fällt die Quote dann doch ist Ihr Gewinn schnell dahin. Und wird die Wettannahme ausgesetzt ehe Sie alle Beträge komplett gesetzt haben hätte das überhaupt fatale Folgen. • Kontrollieren Sie vor Abschluss einer Wette ALLE nötigen Wetten und Limits und prüfen Sie alle möglichen Alternativen. Platzieren Sie immer zuerst die Wette auf den Favoriten - für die Sie also den höchsten Einsatz benötigen bzw. die Wette wo es nur einen einzigen Anbieter zur besten Quote gibt. Wenn ein Wettbüro involviert ist bei dem Sie auf eine Bestätigung der Wettannahme warten müssen platzieren Sie zuerst diese Wette und warten Sie die Rückmeldung ab ehe Sie die anderen Wetten buchen. • Der größte Horror ist der Absturz Ihres PC’s (deswegen sollten Sie möglichst zwei Rechner bereit haben) oder gar ein Serverausfall bei einem der benötigen Buchmacher bzw. Wettbörsen während Sie Ihre Arbitrage-Wetten abschließen. Natürlich trifft so etwas immer dann ein, wenn besonders viele wichtige Spiele angesetzt sind und die Server der Bookies hoffnungslos überlastet sind. Wenn so ein Crash knapp vor Spielbeginn passiert ist damit das Worst-Case-Szenario meist schon fast vorprogrammiert. Behalten Sie trotzdem die Nerven und versuchen Sie dem SuperGau bestmöglich auszuweichen. Sehen Sie zu ob Sie bei einem anderen Bookie vor dem Spielbeginn wenigstens annähernd gleich gute Quoten bekommen um so zumindest keinen oder nur einen kleinen Verlust zu machen. Als letzte Alternative bleibt noch die Möglichkeit während des Spiels seine Wetten abzusichern, wenn das betreffende Spiel auch als InPlay-Wette angeboten wird. • Bei InPlay-Wetten müssen Sie nicht nur die Gefahr eines Serverausfalls sondern auch eine technische Störung bei der TV-Übertragung berücksichtigen. Fällt z.B. während eines Spiels die Satellitenverbindung aus und die Wettbörsen und/oder Buchmacher haben kein Fernsehbild, wird die Wettannahme so lange ausgesetzt bis die Verbindung wieder hergestellt werden kann. Gefährlich ist das wenn ein Event nur von einem Sender übertragen wird - da kann schnell etwas passieren (Programmänderung, Senderausfall, etc.). • Achten Sie bei InPlay-Wetten auf Wettbörsen ob der Markt von der Börse moderiert wird oder nicht. Wird ein Markt moderiert (z.B. ist das bei Fußballspielen meist der Fall) so werden die Wetten durch die Börse aktiv betreut. Bei (bzw. vor) einer (möglicherweise) Spiel entscheidenden Aktion (bei einem Fußballspiel ist das z.B. ein Tor, Elfmeter, Spielunterbrechung nach einem Tumult, ein schweres Foul oder eine Rote Karte gegen einen Spieler) wird der Markt geschlossen und erst nachdem diese Situation eindeutig geklärt ist (z.B. nachdem das Tor gefallen und bestätigt ist) wird dieser Markt wieder geöffnet - je nachdem ob die Aktion den Spielausgang wesentlich beeinflusst hat oder nicht werden dabei entweder alle noch offenen Wetten gelöscht (bei einem Tor, Ausschluss eines Spielers) oder die platzierten Wetten bleiben weiter offen (z.B. wenn der Elfer verschossen oder ein Tor, z.B. wg. Abseits, aberkannt wurde). Auch für die Dauer eines Bildausfalls werden moderierte Wettmärkte ausgesetzt. Bei nicht moderierten Wettmärkten (Tennis, Basketball, Eishockey) wird die Wettannahme bis zu Spielende nicht durch die Börse ausgesetzt, egal wie sich das Spiel entwickelt. So bleibt die Wettannahme auch während eines PowerPlays, nach einem Satzgewinn u.ä. geöffnet. Manchmal werden auch nicht moderierte Fussball-Live-Märkte (z.B. bei MyBet) angeboten. Hier muss man selbst seine Wetten noch genauer im Auge behalten, weil die offenen Wetten auch dann nicht von der Börse gelöscht werden wenn sich die Spielsituation schon grundlegend geändert hat. Einzig bei einem möglichen Belagwechsel im Laufe eines Tennismatches werden bei Betfair die Wetten storniert. Es kann auch Vorkommen, dass bei einem Event nur bestimmte Wetten InPlay moderiert werden, während andere Wetten bereits zu Spielbeginn geschlossen werden und nicht als Live-Wetten angeboten werden (so kann z.B. nur die 3-Weg Hauptwette als Live-Wette moderiert werden, während die anderen Wetten - etwa auf den exakten Endstand, Torsumme oder HZ-Stand - bereits bei Anpfiff geschlossen werden). Da Wettbörsen ja nie um ihr eigenes Geld spielen sind sie natürlich viel weniger vorsichtig als ein Buchmacher - die schließen die Wettannahme meist sofort wenn eine brenzlige Situation entsteht (z.B. bei einem Eckball, Freistoß in Tornähe, u.ä.), während bei einer Wettbörse die Wettannahme auch dann noch möglich ist, wenn eine Mannschaft gefährlich nahe am gegnerischen Tor agiert. Das kann für genaue Beobachter eines Spiels natürlich von Vorteil sein, auch wenn die Wetten im Live-Modus immer um 5 bis 10 Sekunden zeitverzögert platziert werden. Noch besser ist es wenn man als Zuseher eines Matches auf einem nicht moderierten Markt (bei MyBet gibt’s immer wieder nicht moderierte Fußballspiele) gegen Spieler wettet die das Spiel gar nicht live sehen - da kann man dann schon einmal kurz nach einem Tor eine doppelt oder dreimal so hohe Quote auf den Führenden bekommen als es dem Spielstand entspräche. Und im Gegensatz zu den herkömmlichen Buchmachern wird so eine Wette die erst nach dem entscheidenden Spielzug zustande gekommen ist auch nicht storniert, da es auf einer Börse immer in der alleinigen Verantwortung des Spielers liegt auf seine Wetten zu achten. Würde man bei einem traditionellen Wettbüro seine Wette nach einem Tor zur Quote die noch vor dem Goal angeboten wurde platzieren, so würde die Wette sicher wegen Irrtum storniert. • Achtung vor unterschiedlichen Reglements bei verschiedenen Buchmachern! Insbesondere bei Tennis (z.T. auch bei Eishockey und Basketball) können solche kleinen Unterschiede fatale Folgen haben. Bei Eishockey, Basketball u.ä. müssen Sie darauf achten, dass bei allen Wetten das selbe Reglement bezüglich ExtraTime / OverTime angewendet wird. Es könnte passieren dass ein Spiel innerhalb der regulären Spielzeit unentschieden endet und nach Verlängerung eine Mannschaft als Sieger hervorgeht.... Bei Tenniswetten liegt die Gefahr in den unterschiedlichen Regeln die bei Aufgabe oder Spielabbruch zur Anwendung kommen können: Während bei manchen Buchmachern die Wette bereits gilt sobald der erste Ball gewechselt wurde, werden bei anderen Bookies die Wetten erst gültig, wenn ein oder zwei Sätze oder auch das gesamte Spiel beendet wurde. Falls ein Match (z.B. wegen Disqualifikation, Aufgabe oder Verletzung eines Spielers) vorzeitig (z.B. im ersten Satz) beendet wird (und damit ein Sieger feststeht ohne dass das gesamte Match gespielt wurde) kann es sein, dass Sie eine Wette verlieren und die andere Wette storniert (d.h. mit Quote 1 abgerechnet) wird. Bei Betfair werden z.B. alle Wetten ungültig wenn der erste Satz nicht beendet wird oder wenn ein Match auf einem anderen Belag beendet wird als auf dem es begonnen wurde. Wird ein Tennisspiel z.B. auf Gras / Outdoor begonnen und wegen anhaltenden Regens in der Halle auf Hartbelag beendet, können unterschiedliche Wett-Reglements zu schmerzlichen Verlusten führen. Seien Sie hier besonders auf der Hut und halten Sie die Einsätze bei Tenniswetten in Grenzen oder verzichten Sie lieber einmal gänzlich auf einen möglichen Gewinn, wenn die Regeln bei den beiden Wettbüros nicht exakt gleich lauten. • Sollte Ihnen trotz aller Vorsicht ein Fehler unterlaufen sein „reparieren“ Sie Ihre Wette so gut wie möglich, auch wenn es einen sicheren (kleinen) Verlust bedeutet. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie eine Wette zufällig gewinnen werden. Die beste Möglichkeit eine Wette zu reparieren werden Sie häufig auf einer Wettbörse finden - dort können Sie versuchen noch eine bessere Quote zu bekommen. • Sie werden um fallweise Wettstornos durch Buchmacher (und manchmal auch durch eine Wettbörse) nicht umhin kommen. Schließlich kann man nicht jedes Mal vorher rückfragen und die Buchmacher daraufhinweisen dass ihre Quote zu gut ist. Wägen Sie aber die Risiken jedes Mal genau ab und betrachten Sie die kleinen Verluste dann einfach als kaufmännisch kalkuliertes Berufsrisiko. • Verzichten Sie darauf wegen eines Wettstornos u.ä. mit Ihren Buchmachern zu streiten. Es wird Ihnen nichts nützen. Die AGB’s aller Wettbüros sind so abgefasst, dass ein Storno jederzeit möglich ist. • Ehe Sie beginnen auch nur eine Wette zu platzieren bereiten Sie sich ausreichend vor. Legen Sie sich alle nötigen Tools (Kalkulatoren, Quoten- u. Währungsrechner), Ihre Login- Daten, die Tabellen, LiveTicker, etc. zurecht, prüfen Sie die Deckung Ihrer Wettkonten etc. • Vergessen Sie nicht eventuelle Nebenkosten einzukalkulieren. Wenn Sie um eine einprozentige Arbitrage zu erwirtschaften für die Einzahlung 2,5% Kreditkartenspesen in Kauf nehmen müssen ist das kein gutes Geschäft. Auch die Provision, die bei Wettbörsen anfällt, dürfen Sie nicht unter den Teppich kehren. Dort müssen Sie entsprechend mehr einsetzen um - nach Abzug der Provision - den selben Nettogewinn zu erzielen. • Ziehen Sie beim Abschluss Ihren Wetten auch stets die Dauer der Kapitalbindung mit ins Kalkül. Je weniger Geld Ihnen zur Verfügung steht, um so wichtiger ist dieser Punkt. Wenn Sie insgesamt nur 5000,- Euro setzen können und Sie diesen Betrag bereits in den ersten Wochentagen für Wetten, die erst am darauf folgenden Wochenende entschieden werden verbraucht haben, können Sie so lange nichts mehr wetten, bis die Gewinne wieder auf Ihren Konten gutgeschrieben wurden. Das ist besonders ärgerlich, wenn Sie zu Beginn Wetten mit geringem Verdienst abgeschlossen haben und später für profitable Arbitragen kein Geld mehr auf Ihren Konten ist. Am gewinnbringendsten sind Investments mit kurzer „Laufzeit“ - d.h. Wetten die kurzfristig entschieden werden. So können Sie das Geld immer wieder verwenden und mit dem gleichen Wettkapital innerhalb kurzer Zeit mehrmals abkassieren. Viermal pro Woche mit dem selben Tausender jeweils nur 1,5% zu verdienen ist besser als den Tausender für 2,2% eine ganze Woche zu blockieren. • Wie die meisten Geschäfte kennt auch das Wett-Business saisonale Schwankungen die allerdings kaum schwer wiegende Auswirkungen auf die Erträge haben. Je nach Jahreszeit werden Spiele in unterschiedlichen Sportarten ausgetragen, womit es praktisch das ganze Jahr über annähernd gleich viele Begegnungen gibt. Nur zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es kaum Wetten. Zu Feiertagen wie Ostern oder im Hochsommer werden sie zwar etwas spärlicher, ganz zum Erliegen kommt das Geschäft aber Gott sei Dank nie. • Die meisten Arbitrage-Softwares scannen in erster Linie die wichtigsten internationalen Ligen aus Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, American Football und Baseball nach Arbitragen in den 2- bzw. 3-Weg Hauptwetten. Einige beziehen in die Arbitrage-Suche auch Handball, Snooker, Volleyball, Dart und Boxen sowie Regional- bzw. Unterligen mit ein. Fallweise werden die Arbitragen bei Over/Under, Handicap-Wetten und Endplacierungen (Outright) aufgespürt. • Setzen Sie niemals Ihren letzten Cent und reizen Sie Ihre täglichen bzw. wöchentlichen Kreditkartenlimits nicht ganz aus. Behalten Sie auf Ihren Zahlungsplattformen (Moneybookers, Neteller) immer einige Geldreserven für Eventualitäten zurück und legen Sie sich einen kleinen Vorrat an Paysafecards an. Sie müssen (z.B. nach einem Wettstorno eines Bookies) stets in der Lage sein noch eine Alternativbuchung zu tätigen - und dazu müssen Sie möglicherweise eines Ihrer Wettkonten blitzartig auffüllen können. Das darf nicht am Kapitalmangel scheitern. • Und nochmals: behalten Sie um Gottes Willen alle Ihre Strategien für sich! Je mehr Menschen die selben Strategien anwenden und damit auch genau die selben Wetten platzieren um so schneller werden die Quoten sinken. Sie schädigen sich in erster Linie selbst wenn Sie Ihre Geheimnisse leichtfertig verraten. Und versuchen Sie sich möglichst nicht bei Ihren Buchmachern als Arbitrage-Wetter zu outen, auch wenn sich das nicht dauerhaft verbergen lässt. Allein die Tatsache dass Sie stets nur auf seine höchsten Quoten setzen werden Sie über kurz oder lang enttarnen und weist darauf hin, dass Sie die Quoten sehr genau prüfen. Einige Buchmacher stehen untereinander auch in einer gewissen Verbindung (z.B. als Franchisenehmer, weil sie in der selben Innung oder im gleichen Gremium sitzen) und gleichen vermutlich auch die Wettgewohnheiten mancher Kunden untereinander ab. Dabei würde es schnell auffallen, dass Sie Wetten auf alle Ausgänge eines Spiels bei zwei oder drei dieser Bookies platziert haben. Sie sollten daher nach Möglichkeit (d.h. Quotengleichheit) die Wetten bei Buchmachern abschließen, die sicher nicht zusammengehören (verschiedene Länder, grundverschiedene Websites und Navigation, etc.). Auch die Art und Höhe der Einsätze - insbesondere wenn Sie häufig untypische Beträge wie beispielsweise 103,23 Euro setzen - ist für Buchmacher ein Indiz dafür, dass es sich um einen Arbitrage-Spieler handelt. Versuchen Sie deswegen möglichst runde Summen zu wetten. Sobald Ihre Wettanbieter dahinter kommen, dass Sie ein erfolgreiches Konzept verfolgen, werden Ihre individuellen Wettlimits bei manchen Bookies schnell reduziert und Sie dürfen bald nirgendwo mehr hohe Beträge einsetzen. Dann bleibt Ihnen immer noch der Ausweg, Wettkonten auf andere Namen (Ehepartner, Eltern, Freunde) anzulegen, aber es verkompliziert die Angelegenheit. Mehrere Wettkonten beim selben Buchmacher und auf falsche Namen zu eröffnen (egal ob man sich damit ein Bonus erschleichen oder Wettlimits umgehen will), sollten Sie auf jeden Fall unterlassen. Spätestens wenn Sie eine Auszahlung beantragen und dazu Kontonummern angeben und Ausweisdaten vorlegen müssen wird der Schwindel offenkundig und Sie sind Ihre Guthaben los. Diese Probleme, die man bei den traditionellen Buchmachern als System-Wetter hat, fallen bei Wettbörsen weg. Dort ist es völlig egal welche Summen Sie setzen und wie Sie Ihren Profit erzielen. Allein das spricht schon dafür sich als Strategiespieler verstärkt mit Wettbörsen auseinanderzusetzen. Leider nimmt die Anzahl der einfachen (insbesondere Back/Back-)SureBets, die man bereits vor dem Ereignis mit akzeptablem Gewinn abschließen kann in letzter Zeit stark ab. Der Grund liegt einerseits darin, dass immer mehr Buchmacher fusionieren oder zumindest Ihre Quoten gemeinsam erarbeiten und andererseits in den immer weiter verbreiteten Arbitrage-Softwares. Natürlich können damit einerseits auch die Buchmacher schnell ihre eigenen Quoten kontrollieren und anpassen - und außerdem zerstören die immer höhere Zahl der Arbitrage-Spieler auch die Quoten immer schneller. Trotzdem kann man durch Arbitragen bei entsprechendem Engagement (d.h. laufende Beobachtung aller Quoten) noch recht ansehnliche Gewinne erzielen. An den meisten (spielschwachen) Tagen werden Sie mit klassischen SureBets zwar nur ein paar Euro einnehmen, an einem Wochenende mit vielen Spielen sind aber auch schon einmal 100,-€ und mehr drinnen. Die Höhe Ihres Gewinnes ist natürlich in erster Linie von der Höhe Ihres Einsatzes abhängig. Eine probate Alternative zu den „straighten SureBets“ die vor dem Ereignis abgeschlossen werden können InPlay SureBets sein.


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