Unentschieden Lay/Back Inplay Wettstrategie

Die erste Methode zuerst (nach rd. 20 Min. oder später) GEGEN das Unentschieden zu setzen (Lay-Wette) und nachdem ein Tor gefallen ist durch die entsprechende Back-Wette abzusichern wurde bereits erwähnt.

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Bei wichtigen Spielen mit hohen Umsätzen (z.B. Champions League, Serie A, Premier League, etc.) reagiert der Markt praktisch auf jeden Spielzug und man kann oft bereits ab der ersten Spielminute Gewinne einfahren. Dabei setzt man in der Regel immer zuerst GEGEN das Unentschieden – diese Wette kann man auf alle Fälle brauchen und dann absichern wenn ein Tor fällt – und placiert die entsprechende Back-Wette in der Hoffnung dass Sie gleich darauf angenommen wird. Das würde einen sofortigen Gewinn bedeuten und man kann sein Risiko dadurch ständig auf dem Level halten das man sich zuerst vorgenommen hat. Sobald die Wetten ausgeglichen wurden kann man neuerlich die Lay-Wette – nun bereits um ein paar Punkte billiger – platzieren. In manchen Fällen (wenn die Quote während eines Gleichstandes kurzzeitig hochschnellt) kann man natürlich auch zuerst die Back-Wette buchen und mit der Lay-Wette ausgleichen.

Am Beispiel des sehr bewegten, ereignisreichen Spieles aus der italienischen Serie A Siena gg. AC Milan vom 17. Feb. 2007.

Innerhalb von nur drei Minuten (15. u. 18. Min.) fiel das 0-1 und der 1-1 Ausgleich.
Jetzt buchen wir eine kleine Back-Wette auf X um 2.90 und die Gegenwette mit 2,88 und platzieren eine weitere Lay-Wette um 2,80.

Unglücklicherweise fällt genau jetzt das 1:2 für Milan – die Wetten wurden gelöscht und müssen neu platziert werden.

Kaum ist der Markt wieder geöffnet fällt das nächste Tor – der Markt ist wieder geschlossen, Wettannahme nicht möglich:

Zum Glück wurde inzwischen (wieder nach nur einer Minute) der Ausgleich zum 2:2 erzielt und die nötige Gegenwette wurde sofort angenommen, ebenso wie eine weitere Lay-Wette um 2,80. Nun platzieren wir bei kontinuierlich fallenden Quoten immer zuerst eine Lay-Wette und versuchen den Betrag mit einer Back-Wette auszugleichen. Diesen ausgeglichenen Betrag setzen wir wieder als Lay-Wette.

Bei mehreren Schritten ist das bereits gelungen:

Back 2,90 gg. 2,84 Lay
Back 2,66 gg. 2,62 Lay
Back 2,54 gg. 2,52 Lay

Zu diesem Zeitpunkt sind nur die 10,- zur Lay-Quote 2,80 ungedeckt offen.

Für dieses Spiel haben wir uns ein Risikolimit von ca. 50,- bis 60,- Euro gesetzt. Bis zu diesem Betrag dürfen ungedeckte Lay-Beträge stehen bleiben. Durch die Gegenwetten wurde das Risiko immer wieder reduziert. In der 80. Minute wurde dieses Limit erreicht.

… und nun fällt zum Glück auch das benötigte Tor zum 2:3 für AC Milan.

Zum Absichern der offenen Lay-Wetten (Durchschnittliche Quote 2,43) wären jetzt rd. 18,- Euro bei einer zu erwartenden Quote von etwas über 5.00 nötig. Um sicherzugehen, dass die Wette auch sofort angenommen wird geben wir als Quote 4,80 ein – in der Hoffnung dass eventuell eine etwas bessere Quote erzielt wird. Der Spielverlauf bei dem nach einem Tor immer sofort ein Kontertor erzielt wurde lässt es geraten erscheinen sich auf keine Experimente einzulassen und die Wette sofort abzusichern:

Die Quote 4,8 wurde richtig eingeschätzt – genau dieser Wert wird bei der Marktöffnung erzielt. Nun ist bei jedem Spielausgang ein Gewinn garantiert und wir können darangehen die Werte noch mit kleinen Beträgen völlig auszugleichen.

Die Quotenentwicklung in der 84. Minute (Spielstand 2:3) für Siena:

Unentschieden-Quoten

und die Quoten auf AC Milan:

In der 89. Minute fällt nochmals ein Ausgleichstreffer. Das sollte es wohl gewesen sein? Noch ist die Zeit die Gewinnsituation zu verändern. 25,- Euro Back auf das Unentschieden zu Q 1.11 sollte noch ca. 3,- Euro mehr bringen.

Eine Entscheidung, die sich als Fehler (der 25,- Euro weniger Gewinn bedeutet) herausstellen soll, wie man in den letzten Sekunden der 4-minütigen Nachspielzeit sehen wird: AC Milan trifft 30 Sekunden vor Abpfiff doch noch zum 3-4 Endstand.

Womit wieder einmal bewiesen ist, dass …

1.) In den letzten Minuten häufig doch noch ein Tor fällt (Wer war das gleich der gesagt hat „Gute Mannschaften entscheiden jedes Match in den letzten Minuten“?) und

2.) man niemals blind einem Liveticker vertrauen soll. Während nämlich auf Bwin eine NSZ von 3 Min. angezeigt wurde waren es in Wirklichkeit 4 Min. Diese eine Minute hat gereicht um Milan doch noch den Siegestreffer zu ermöglichen – und uns 25,- Euro zu kosten, auch wenn wir immer noch einen kleinen Gewinn von 1,55 Euro erzielt haben:

Gute Nerven benötigte man Tags darauf in einem anderen Spiel der italienischen Serie A Catania gg. Fiorentina vom 18. Feb. 2007.

Das Spiel blieb bis zur 87. Minute torlos, die Quote auf Unentschieden war bereits auf weniger als 1,70 abgesunken, als dann endlich doch noch das befreiende 0:1 fiel.

Im Laufe des Spiels wurden insgesamt etwas über 150,- Euro an Lay-Wetten auf Unentschieden (zu einer durchschnittl. Quote von 2,02 ) placiert, wovon 50,- Euro bereits in der torlosen Phase durch entsprechende Back-Wetten ausgeglichen wurden.

Nach dem Tor in der 87. Min. wurden sofort 30,- auf Unentschieden gesetzt. Statt der angepeilten Quote von 7,50 wurde der Betrag sogar zur Q 11 angenommen. Dadurch waren hier ca. 10,- zuviel gesetzt, eine ausgleichende Gegenwette war aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr möglich, die Quote stieg gleich im Anschluss weiter. Ein Grund dafür war wohl die vorher vergebene Rote Karte gegen Catania – das hätte man bei der Quoteneinschätzung stärker berücksichtigen sollen und einen kleineren Betrag zu einer höheren Quote eingeben sollen, aber sicher ist sicher (die gestrigen Kontertore bei Siena-Milan waren noch sehr frisch ins Gedächtnis eingebrannt und bei einem Risiko von über 100,- Euro sollte man sein Glück nicht zu sehr herausfordern).

Insgesamt blieb bei dieser B/L-Unentschieden Wette ein Gewinn von rd. 70,- Euro. Gleichzeitig wurde in diesem Spiel auch noch ein kleiner Arbitragegewinn (25,- Back zu Quote 2,20 auf Fiorentina bei 24hBet gegen 26,16 Euro Lay zu Quote 2,14) erzielt.

Wäre das Spiel 0:0 ausgegangen hätte das einen Verlust von rd. 100,- Euro bedeutet. Zum Glück kommt ein torloser Endstand nicht all zu oft vor – es sind nur ca. 7% aller Spiele die 0:0 ausgehen.


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