ValueBets (Hochquoten-System)

Diese Strategie ist darauf angelegt langfristig mehr zu gewinnen als man einsetzt. Es ist keine absolut sichere Methode und man muss daher auch einmal auf längere Verlustphasen gefasst sein.

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ValueBets sind Wetten, bei denen die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen langfristig zugunsten des Spielers entscheidet. Wenn Sie das ValueBet-System spielen schließen Sie Wetten ab, bei denen die Quote deutlich höher als die durchschnittlich angebotene Quote auf das Ereignis ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit ValueBets – bei Abschluss zahlreicher solcher Wetten – gewinnt ist dabei auf lange Sicht gesehen höher als die mathematische Wahrscheinlichkeit zu verlieren.

Es ist das selbe Prinzip (analog zum Gesetz der großen Zahlen) nach dem Spielcasinos immer gewinnen, auch wenn an manchen Tagen die Spieler Millionen-Jackpots knacken. Dieses Gesetz können Sie anwenden um bei Sportwetten dauerhaft zu gewinnen. Man kann es mit der Wahrscheinlichkeit vergleichen mit der ein Roulette-Casino langfristig immer gewinnt – einfach weil es um eine Chance (Zero) mehr hat als die Spieler in Summe. Auch wenn ein Casino an manchen Tagen mehr verliert als es einnimmt, so wird es unterm Strich stets positiv bilanzieren und bei einem Umsatz von z.B. 10 Millionen immer ca. 270.000,- (1/37) Gewinn machen. Auf dieser mathematischen Tatsache basieren auch ValueBets (auch wenn man Sportereignisse nie so einfach mathematisch berechnen kann). Diese Strategie wird von Profi-Spielern, die unter ständiger Marktbeobachtung diese Wettart konstant anwenden, schon seit je her mit Erfolg gespielt.

Was sich so kompliziert anhört ist eigentlich ganz einfach – und es funktioniert praxiserprobt! Sie müssen auch hier nicht sehr viel von Sport oder Wetten verstehen um von diesem Hochquoten-System zu profitieren. Zahlreiche Websites nehmen Ihnen die Recherchearbeiten ab, damit Sie bei Sportwetten mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit gewinnen. Allerdings sollten Sie doch etwas Basiswissen mitbringen, um nicht zu viele völlig aussichtsloser Wetten abzuschließen (dazu kommen wir später).

Um es kurz zu veranschaulichen: Wenn zwei (Fußball-)Gegner absolut gleich stark sind werden die Buchmacher eine Quote anbieten, die dieser Tatsache Rechnung trägt. Die Quoten müssten also lauten: 3 zu 3 und 3 auf Unentschieden (da die Buchmacher aber auch etwas verdienen wollen werden die Quoten statt 3 tatsächlich nur ca. 2,9 sein).

Bietet ein Buchmacher statt 3 (bzw. 2,9) eine Quote von 3,5 auf Ergebnis A an, so ist das eine ValueBet – die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis A eintrifft ist 33,33%, die Quote 3,5 ist aber um 16,66% höher als die mathematische Wahrscheinlichkeit.

Wenn man nun dreimal (z.B. jedes Mal 10,- €) auf dieses Ereignis setzt, würde man vermutlich einmal davon (10,- x 3,5 = 35,- €) gewinnen – und hätte damit mehr gewonnen als man bei den anderen beiden (verlorenen) Wetten verloren bzw. insgesamt eingesetzt (30,- €) hat.

Die Wahrscheinlichkeit nach der die Buchmacher die Quoten festsetzen beruhen auf deren vorangegangenen Erfahrungen, den Ausgängen vergleichbarer Spiele, etc. Und der Durchschnitt dieser Erfahrungen aller von den entsprechenden Softwares beobachteten Buchmacher spiegelt letztlich auch die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit wider.

Sie können die Quoten auf zahlreichen Websites vergleichen und selbst ganz einfach auf deren Wert hin überprüfen. Auf einschlägigen Websites zum Quotenvergleich werden neben den jeweils besten Quoten der meisten Events auch die Durchschnittsquoten aller gescannten Buchmacher und die sich daraus ergebenden Wahrscheinlichkeiten angegeben.

Die Formel zur Errechnung des Wertes lautet:

Wert = (Quote x Wahrscheinlichkeit) / 100 [in %]

Das Ergebnis liefert Ihnen den Wert der Quote. Ist er über 1,00 handelt es sich dabei um eine ValueBet – je höher umso wertvoller ist die Quote. Die Zahl hinter dem Komma ist der Prozentsatz den die Quote mehr wert ist als die mathematische Wahrscheinlichkeit.

Ist die Treffer-Wahrscheinlichkeit beispielsweise 10%, die Quote jedoch 12,00, so hat diese Quote einen Wert von 1,20, ist also um 20% höher als die Wahrscheinlichkeit.

Es gibt auch verschiedene Methoden um für sich selbst die Wahrscheinlichkeit eines Spielausganges zu eruieren. Allerdings benötigt man dazu sehr viel Fachwissen und muss sich intensiv mit dem Sport beschäftigen, daher gehe ich hier nicht so ausführlich darauf ein und auch ich selbst halte mich lieber an die Erfahrungen der Buchmacher. Deren Quotenmacher müssen sich sowieso mit den Statistiken, Tabellenplätzen, Heimvorteil, Handicaps, etc. herumschlagen. Um die Wahrscheinlichkeit zu errechnen kann man z.B. eine bestimmte Punkteanzahl für den jeweiligen Tabellenplatz, Ausgang früherer Matches zwischen den beiden Teams, die Wahrscheinlichkeit eines Unentschieden, Heimvorteil, Motivation und Wichtigkeit des Matches für die einzelnen Mannschaften, Handicap wegen Ausfall wichtiger Spieler, usw. vergeben und daraus die prozentuelle Wahrscheinlichkeit und Quoten ableiten.

Ein Beispiel aus den WM-Qualifikationsspielen 2004:
Wenn alle Buchmacher beim Spiel Bulgarien gegen Malta eine Durchschnittsquote von 31,5 auf Malta (zwischen 1:25 und 1:35) anbieten, einer der Buchmacher hingegen die Quote 55 hat, so liegt diese Quote um 59% über der mathematischen Wahrscheinlichkeit von 2,88% dass Malta gegen Bulgarien tatsächlich gewinnt.

Alle Buchmacher sind sich in dem Fall also darüber einig, dass es nur alle ca. 31 Spiele dazu kommen würde, dass Malta gegen Bulgarien siegt. Nur einer der Buchmacher meint das würde nur einmal unter 55 Spielen passieren. Geht man davon aus, dass sich kaum 50 Buchmacher irren, so würde man also (rein mathematisch gesehen) ca. nach dem 31sten Spiel der beiden Mannschaften gegeneinander gewinnen – und dann aber das 55-fache seines Einsatzes bekommen, wenn man die Wette mit der Quote 1:55 abgeschlossen hat (wenn man hingegen zur Durchschnittsquote von 31,5 gewettet hat wäre dabei nichts gewonnen).

Meist ergeben sich die höchsten Werte bei Wetten auf Außenseiter bei denen sowieso schon sehr hohe Quoten angeboten werden. Dass es aber immer wieder vorkommt, dass Außenseiter gewinnen oder zumindest ein Unentschieden spielen, weiß jeder.

Die WM-Qualifikationsspiele (9.10.2004) waren ein gutes Beispiel dafür:
Slowenien hat gegen den haushohen Favoriten Italien gewonnen (Quote 5,8) und dass Liechtenstein gegen Portugal unentschieden spielt wurde sogar mit einer Quote von über 20 bewertet. Wären diese beiden Tipps in einem Portfolio von ValueBets gewesen, hätte man sein eingesetztes Kapital an diesem Wochenende verdoppelt – auch wenn alle anderen Wetten in diesem Paket verloren gewesen wären.

Setzt man kontinuierlich auf ValueBets, muss man mit zahlreichen Verlusten rechnen, die jedoch mit einem einzigen Gewinn wieder mehr als wettgemacht werden.


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