Vorsicht – Suchtgefahr!

Adrenalin-Junkies aufgepasst! Wetten bergen generell ein recht hohes Suchtpotential – vor allem für Spieler die sich auch noch für den Sport an sich begeistern. Umso wichtiger ist es an die Sache möglichst emotionslos heranzugehen und sich nicht zum Zocken hinreißen zu lassen – egal wie „sicher“ man auch sein möge, dass sein persönlicher Favorit gewinnen wird.

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Besonders gefährlich sind InPlay-Wetten. Hier ist man leicht versucht ständig höhere Beträge zu setzen und nur all zu leicht verfällt man in einen Rauschzustand der einem den klaren Blick vernebelt. Wenn man eine große Summe auf seinem Wettkonto angesammelt hat und gewohnt ist in Tausenden zu rechnen kann man schnell leichtsinnig werden. Ich weiß wovon ich spreche, denn auch ich habe unter krasser Missachtung meiner eigenen Regeln schon vierstellige Beträge in einem einzigen Spiel in den Sand gesetzt. Meist dann, wenn ich mir entweder einer Sache allzu sicher war oder zuvor bereits in einem Spiel einen höheren Betrag eingebüßt und mit aller Gewalt versucht habe diesen Verlust in einem einzigen Spiel wieder wettzumachen – ein schwerer Verstoß gegen die Regel jeder Vernunft.

Zum erfolgreichen Wetten gehört ein gutes Finanzmanagement, eine klare Zielsetzung bei den einzugehenden Risiken, den Gewinnerwartungen und der akkuraten Einsatzberechnung und Kolonnenführung. Schließlich beträgt der Nettogewinn bei den meisten Strategien lediglich zwischen 2 und 5 Prozent und ein Totalverlust von 100% bei einer Wette kann schnell den Gewinn von zwanzig oder mehr erfolgreichen Wetten zunichte machen.

Es ist viel vernünftiger zehn Wetten mit einem jeweiligen Risikolimit von z.B. 1.000,- € zu spielen, als in einem einzigen Match 10.000,- € zu riskieren. Schließlich kann immer wieder etwas passieren (auch ein Federer hatte schlechte Tage) und trotz aller Verlockungen darf die Risikostreuung nie außer Acht gelassen werden.

Trotzdem – oder besser gesagt gerade deshalb – sind diese Wettstrategien ideal für besessene Wett-Freaks, ermöglichen sie es ihnen doch ihrer Leidenschaft ohne Reue zu frönen. Ja mehr als das, mit erfolgreichen Strategien kann man sein Hobby sogar zum Beruf machen. Welcher andere Junkie kann schon von sich behaupten von seiner Sucht und dem Handel mit seinen Suchtmitteln ganz legal und sorgenfrei leben zu können. Als Sport- und Wettbegeisterter können Sie hingegen mit den richtigen Wettstrategien ihre Obsession sogar zur Ihrer Haupteinnahmequelle machen.

Zu einem Risikofaktor kann die Kombination von Spiel- und Internetsucht werden. Man ist dann schnell versucht bei jedem Sportevent dabei zu sein und sich die ganze Zeit nur noch mit Wetten zu beschäftigen. Das kann zwar bis zu einem gewissen Grad gut für die Finanzen sein, ab einem gewissen Punkt setzt man sich damit aber der Gefahr aus sich zu überfordern. Auch beim „Rauschmittel Wetten“ kommt es – wie immer – auf die richtige Dosis an und man sollte wissen wann Schluss ist. Nach 18 Stunden Konzentration am PC ist man trotz drei Liter Kaffee eben nicht mehr so ganz taufrisch und es wäre kaum verwunderlich wenn sich dann – bei der vielleicht 50. Wette um 3 Uhr morgens – ein Flüchtigkeitsfehler einschleicht der den ganzen bis dahin erzielten Tagesgewinn zunichte macht.

Dass sich das Wetten mit diversen Rauschmitteln absolut nicht verträgt, sollte eigentlich sowieso jedem klar sein. Für den Zocker muss ebenso wie für die Sportler eine strikte 0,00 Promille-Grenze gelten. Bildschirmarbeit, eine Unzahl an komplexen Rechenoperationen und laufend zu treffende Entscheidungen verlangen von den Strategie-Wettern deren volle Konzentration und schnelle Reaktion die die Belastung eines Fluglotsen mit der eines Börsenhändlers vereint. Wer sich da nebenbei einen ansäuft oder zukifft muss schon seines Geldes Feind sein.


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